Beiträge vom März, 2008

Weiße Schafe? Aufgepasst!

Sonntag, 23. März 2008 22:43

Der Schweizer Schoko-Riese Lindt & Sprüngli pocht bekanntlich vehement darauf, dass nur er goldene Schokohasen mit roten Halsbändern verkaufen darf. So dauert der große Hasenkrieg zwischen Lindt&Sprüngli auf der einen und dem österreichischen Hasenerzeuger Hauswirth auf der anderen beispielsweise bereits ziemlich genau vier Jahre und ist mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof angekommen.

Weißes Schaf

Jetzt hat Lindt & Sprüngli seinen goldenen Hasen ein weißes Schaf zur Seite gestellt. Falls Sie also vorhatten, ihrem Schaf im nächsten Sommer ein Glöckchen an einem blauen Halsband umzuhängen, schließen Sie bitte vorher eine gute Rechtsschutzversicherung ab. 

Aussichtslos ist der Kampf nämlich keinesfalls. Nicht nur Hauswirth hat im anhängigen Verfahren die unteren Instanzen auf seiner Seite gehabt, in einem ähnlichen Fall hat Lindt gegen die deutsche Firma Riegelein eine Niederlage einstecken müssen. Da die Schweizer aber scheinbar gern durch alle Instanzen ziehen kann man da unterwegs schon Nervenflattern kriegen.

Und Achtung: Gerüchteweise gibt es sogar Packungen, in denen nicht nur weiße, sondern auch ein schwarzes Schaf zu finden sind!

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“Ich kaufe lieber Pferde ein”

Donnerstag, 20. März 2008 23:18

Pfff,… ja. Ich hatte zwei persönliche Lieblinge.  Jetzt ist die eine rausgeflogen und wird in ihr altes Leben als Promoterin nach Sachsen zurückkehren. Dafür hat die andere kurze, blonde Haare gekriegt und schaut aus, als wär sie eben mit einem Saxophon in der Stu-Stu-Studioline-Werbung durch die Papier-Deko gesprungen.

Kleb-Schoko

Im Auftreten tut ihr das scheinbar gut. Das kleine Hascherl kann sich nicht mehr hinter ihrer Augenhaarsträhne verstecken. Jennifer etabliert sich damit zusehends im Kreis meiner Favoritinnen. Aber ist sie wirklich Kleb-Schoko

Penthouse-Aline musste gehen (und damit ist die Sendung ab sofort auch wieder sauber), Gisele hat sich ein paar Sympathiepunkte geholt (obwohl sie meinte, sie kauft lieber Pferde als Kleider, weil die zwar etwas teurer sind, man aber länger etwas davon hat), und Gina-Lisa wird sich wohl noch mit ihrer neuen Frisur anfreunden. Eigentlich eine etwas langweilige Folge. Aber möglicherweise war ich auch nur ein bisschen zu abgelenkt.

Vielleicht wird das ja nächste Woche wieder etwas spektakulärer. Man fliegt immerhin nach New York, und die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eine wenigstens ordentlich Flugangst hat ist ja gegeben. Und es spricht einiges dafür, dass sich nach dem Ausscheiden einiger wichtiger Persönlichkeiten gerade neue Grüppchen formieren. Ein bisschen mehr offene Feindschaft kann ja auch was hergeben.

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Heute zweimal

Donnerstag, 20. März 2008 19:49

Erst Dienstag abend ist in einer lustigen Runde die Frage aufgekommen, was eigentlich aus der mit großen Getöse angekündigten Talk-Show mit Natascha Kampusch auf Puls4 geworden ist. Sollte die nicht längst gestartet sein? Nein, sollte sie nicht, weiß schon tags darauf das, zwar nicht immer ganz richtig, aber trotzdem immer bestens informierte Gratis-Magazin “Heute“.

Bis 4. April hätten sich die Macher ursprünglich Zeit gegeben. Daraus wird jetzt aber wohl nichts. Heute wollte gestern überhaupt bereits erfahren haben, dass das Projekt inzwischen auf Eis gelegt sei. “Keine TV-Show für Kampusch?” hieß es da, und man munkelte, die 19-jährige habe sich bei den Proben “was Sprache und Habitus betrifft als moderationsuntauglich erwiesen”. Also echt jetzt: Damit konnte ja vorher wirklich niemand rechnen.

TV-Show für Natascha Kampusch

Im Standard meldet sich heute Puls4-Geschäftsführer Martin Blank zu Wort. Das seien “reine Spekulationen”, man halte durchaus am Plan fest, die Sendung zu starten. Halt noch nicht gleich. Vielleicht wird es auch Mai.

Heute wird sicher am Ball bleiben. Und wir können uns entspannt zurücklehnen und uns inzwischen einem anderen TV-Highlight widmen. Immerhin ist heute Donnerstag, und da weiß die U-Bahn-Begleiterin nicht nur, dass Umstylen am Programm der Möchtegern-Topmodels steht, sondern auch, dass es ein “Angels & Demons”-Shooting geben wird. Und die Spione im Dienste Heidi Klums haben noch mehr Pfui-Gack-Bilder von Aline gefunden. Na die wird wieder schimpfen.

Bravo Aline

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“There is some misinformation going on here”

Montag, 17. März 2008 13:52

Sally KernDass amerikanische Politiker und Politikerinnen manchmal Dinge tun und sagen, die hierzulande -- zumindest bei mir -- auf, sagen wir mal, Unverständnis stoßen kommt ja öfter vor. Folgendes hat mich jetzt aber doch nochmal überrascht:

Sally Kern ist republikanische Politikerin in Oklahoma. Bei der Wahl zur State Representative für den Bezirk 84 erhielt sie am 4. November 2004 immerhin 8.815 Stimmen. Jetzt sitzt sie im Oklahoma House of Representatives in den Ausschüssen ‘Industry & Labor’, ‘Human Services’, ‘Social Services’ und ‘Education’. 

Das reicht scheinbar aus, ihrer Aussage vier Jahre später genug Gewicht zu verleihen, um als Aufreger rund um die Welt zu gehen (was vielleicht sogar ein gutes Zeichen ist).  

Sally Kern behauptet, Studien würden zeigen, dass keine Gesellschaft, die sich auf Homosexualität eingelassen hat, länger als ein paar Jahrzehnte überlebt hätte. Homosexualität zu tolerieren wäre also nichts weniger als das Ende der Vereinigten Staaten und ist deshalb auch die größte aktuelle Bedrohung. Größer als Terrorismus und der Islam.

Ellen DeGeneres möchte sich der Sache gerne annehmen und ein paar Dinge richtigstellen:

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Meinungsforschung

Montag, 17. März 2008 12:12

Ich versuch mir ja gerade vorzustellen, wie die Schreiber zu diesem Text gekommen sind. Und ich kann mir nicht helfen, ich hab immer mehr das Gefühl, das ist nicht mal frei erfunden. Ich seh da tatsächlich ein paar Freiwillige, die sich für ein kleines Taschengeld hinter dem Einwegspiegel ein paar Fragen stellen lassen.

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Nahversorger Praterstern: Green

Sonntag, 16. März 2008 20:08

Als ich vor ein paar Jahren hierher gezogen bin, entpuppte sich der Wiener Praterstern als kleines, mir bis dahin unbekanntes Schlemmerparadies. Zumindest für Menschen die 1. keine großen Ansprüche stellen, sondern die Küchenwelt in guter Kebab / schlechter Kebab einteilen (da gehörte ich damals dazu) und die 2. oft nach 23 Uhr noch Hunger kriegen (da auch). Hier gab es damals eine ganze Reihe von teilweise bis weit nach Mitternacht geöffneten Imbiss-Ständen. Super Sache.

Praterstern

Aber dann: Fußball EM, U-Bahn-Verlängerung, Umbau. Über Jahre gab es hier nichts.  Wo noch kurz davor um 2 Uhr morgens “scharf mit alles?” übers Pflaster hallte, herrschte plötzlich Stille. Ein einsamer kleiner Würstelstand, etwas abseits vom Bahnhofsgebäude selbst, hielt tapfer die Fahne der Nahversorger hoch. Aber täglich Käsekrainer-Hotdog geht halt auch nicht lange gut.

Jetzt rückt das einst fast utopisch klingende Datum der Eröffnung der U2-Verlängerung allerdings in greifbare Nähe. Und damit erlebt auch die lokale Bahnhofsinfrastruktur eine neue Blüte. Der Umbau ist – soweit man das von außen und als Laie halt so sagen kann – fertig. Und dieser Tage hat nun auch der König des Pratersterns seinen alten Thron wiederbestiegen. Der stadtbekannte Sonntags-Billa hat seinen Vorplatz-Container verlassen und residiert jetzt wieder direkt im Bahnhofsgebäude. In neuer bombastischer Größe wohlgemerkt.

Zeit also für einen kleinen Rundgang durch die neue Fressmeile Praterstern. Freund Knosef hat auch Hunger, es kann also losgehen. Und wir starten am Ost-Ende. Bei “Green“.

Green

Das Green baut auf das wahrscheinlich mutigste Konzept aller Neuankömmlinge. Untertitel: “Wok – Teppanyaki - Karaoke – Dimsum”. Von Karaoke war bei unserem Test-Besuch zwar nichts zu sehen (ich hätte mich sonst wohl auch nicht reingetraut), dank der großzügigen Glasfront kann ich aber von einem gut besuchten Karaoke-Abend berichten, dem ich vor kurzem praktisch im Vorbeigehen auf dem Heimweg vom Fluc beiwohnen durfte.

TeppanyakiTagsüber setzt man hier eher auf “Teppanyaki”. Heißt soviel wie: Man bringt dem Koch auf kleinen Tellern, was man sich vorher am Buffet ausgesucht hat. Der steht an einer heißen Grillplatte und lässt das dort dann frisch durchbruzzeln.

Vorteil: Das ist irgendwie lustig und folgt dem All-you-can-eat-Prinzip. Hier kann man sich also für relativ wenig Geld relativ gut den Bauch vollschlagen. Nachteil: Buffets verleiten Menschen wie mich halt sehr dazu, von allem ein bisschen zu nehmen. Und von allem ein bisschen ist geschmacklich meistens keine gute Kombination.

Teppanyaki empfiehlt sich also vor allem dann, wenn man entweder alles irgendwie mal durchprobieren will oder besonders abenteuerlustig ist. Oder aber man ist total geschmacksicher und weiß ganz genau: Man will das, das und das und aus. Für alle anderen gibt es natürlich auch eine ganz normale Speisekarte. Das dauert dann zwar deutlich länger, dafür haben da Profis die Wahl der Zutaten übernommen. Ich schätze das ja sehr.

Sushi

Vielleicht mag ja irgendwann mal jemand Karaoke-Begeisterter da hingehen und berichten, ob das eine Empfehlung wert ist. Die nötigen Trash-Punkte gibt es für die verspiegelten Säulen, die teilweise neon-grüne Deckenbeleuchtung und die winkende Katze am Eingang schon mal von mir.

Für einen kleinen Ausflug in die Welt von Sushi, Dim Sum, Bambus-Sprossen und Wok-Gemüse eignet sich das Green allemal. Nicht teuer, ganz gut, aber es verführt zum Essen von Dingen auf die man eigentlich keine Lust hat. Pan-asiatische Schauküche©Knosef für Einsteiger.

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