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Lass die Euro raus!

Lass die Euro raus!Grundsätzlich kann man ja davon ausgehen: Wo viel Polizei ist, ist immer was los. Und es können jetzt auch die gestrigen Ereignisse nichts dran ändern: Wenn ich wo viele Polizeibusse stehen sehe, dann will ich da hin. Und es waren wirklich sehr, sehr viele solcher Busse, die heute Abend die Wiener Innenstadt belagert haben. Alle aber strategisch gut so platziert, dass die, wegen derer sie da waren eigentlich kaum was davon mitbekommen haben.

Wie sich herausstellte, handelte es sich allerdings nicht wie spontan vermutet um eine pro oder contra Tibet oder China Demonstration, sondern um eine Fußball-Meisterschaftsfeier. Da werd ich also nach 30 fußballfernen Lebensjahren ausgerechnet in dem jahr, in dem die Fußball-EM in Wien stattfindet, auf meine erste Meisterschaftsfeier gelockt. Von der Polizei. Das fand ich seltsam genug, um gleich ein bisschen zu bleiben. Obwohl es sehr grusig war.

Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass ich meinem Papa als kleiner Zwerg einmal bis in die Badewanne nachgelaufen bin, weil ich so aufgeregt war, dass in der Tabelle Austria Wien vor Rapid Wien geführt hat. Nachdem ich damals wie heute sportlich eher auf der Winterseite daheim war, hielt ich eine österreichische Doppelführung für total bemerkenswert. Tja,… wo sind die Zeiten. Egal, Rapid ist übrigens heute Meister geworden. Soviel hat sich also die letzten 25 Jahre gar nicht verändert.

Frau Stenzel weilt scheinbar gerade irgendwo in einem kleinen Waldschlösschen auf Urlaub, sonst hätte die strenge Frau Bezirksvorsteherin glaub ich nicht erlaubt, dass es da am Stephansplatz so zugeht. Wie Silvester mit ein bisschen weniger Menschen. Dafür brannte sogar hoch oben im Haas-Haus zur Freude der Menge Bengalisches Feuer. Ein echter Exzess!

Bis jetzt hab ich mir ja immer gedacht, ich bild mir das nur ein, dass das schlimm werden wird, zur Fußball-EM. Und dass es sicher nur halb so wild ist, so wie ich praktisch neben dem Finalstadion und Wiens zweitem großen Public Viewing Areal auf der Kaiserwiese zu wohnen. Inzwischen glaub ich ja, es wird tatsächlich ganz furchtbar. Da können Shaggy, Trix & Flix noch so ein lustiges Video zum EM-Song ins Rennen schicken. Das ist alles nur Fassade (und außerdem nicht halb so gut wie Forca). 

Der Hinterhof in dem sich das Drama mit dem verlorenen Ball abspielt wirkt außerdem – wahrscheinlich weil von so vielen hilfsbereiten (ich hatte ja ganz vergessen, was das für eine schöne Geschichte ist!) Menschen bewohnt – viel sympathischer als dieses gespenstische, menschenleere “Alpendorf“. Trix und Flix haben ja nicht mal Möbel in ihrem Haus, man sieht es ganz genau!

Die beiden Lieder sind übrigens ziemlich auf die Sekunde genau gleich lang. Für vergleichende Studien (die durchaus lohnen) empfehle ich deshalb das gleichzeitige Abspielen, Ton natürlich von Nelly, Trix & Flix auf Mute. Enjoy.

4 Antworten auf „Lass die Euro raus!“

wahnsinn der fußball von trix und flix wohnt in einem eigenen häuschen, vielleicht mit möbel, und endlich weiß ich wofür schlepplifte im sommer genutzt werden. im übrigen bin ich der meinung die beiden sind krocha – bombä, oida!

das hab ich mich auch gefragt, von wegen krocha und so. ich fürchte ja, da ärgert sich jetzt jemand über die design-vorgabe, dass trix und flix keine neon-kapperl aufgesetzt werden dürfen. ich hoffe mal die gibts.

ich stell mir grad vor wie das ö-nationalteam die choreographie zu dem lied übt *g*
die schaffen ja nicht mal bei der bundeshymne die lippen synchron zu bewegen….

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