Beiträge vom Mai, 2008

Ich bin ein Topmodel, holt mich hier raus!

Donnerstag, 22. Mai 2008 23:04

Ha, ja. Das ist natürlich schwierig, wenn nur noch fünf Kandidatinnen für Germany’s Next Topmodel im Rennen sind, und man immer noch welche loswerden muss. Warum da nicht in die Trickkiste einer anderen Show greifen? Bisschen Ekel, bisschen Stress, bisschen dauernd über die eigenen Gefühle reden müssen und mitkriegen was die anderen über einen denken, das treibt beim Dschungelcamp ja auch die KandidatInnen aus der Show.

Lecker Tentakel

Also werden frisch abgezogene Fischhäute um den nackten Topmodels gewickelt, Oktopusse um den Hals gehängt, dessen Arme zwischen die Zähne geschoben, die Tentakeln ausgelutscht… Keine schlechte Idee. Das legt die Nerven blank. Und wenn die gemeinsame Feindin Gisele nicht mehr da ist, dann tun sich zwischen den anderen plötzlich Gräben auf, wo niemand damit gerechnet hätte. Sie selbst wohl am allerwenigsten. Die Äxte fliegen tief. Und jede weiß: Wenn sie noch einer anderen was heimzuzahlen haben, dann müssen sie sich jetzt ranhalten. Diese Show, die nächste Woche und dann war’s das. Im Finale ist es zu spät.

Und weil das mir dem rumheulen und sticheln und streiten dann aber so gut funktioniert hat: Am Ende doch alle eine Runde weiter. Da wär ja schade drum.

Es dürfen also alle fünf zum Mach-Peyman-zur-Sau-Shooting antreten. Und da schreien sie dann Sachen wie: “Ich steck dir mal das Curry gleich in deinen Hintern rein, da kannst du mal sehen, wie das brennt.” Wie kommt man denn bitte jetzt spontan auf sowas?

Curry im Arsch?

Eines noch: Liebe Heidi Klum, ich hätte eine kleine Anmerkung zum Thema Etiquette. Da macht ihr ein Fotoshooting mit einem Konzept-Koch, der stolz auf seine Kreationen ist und praktisch … wie soll ich sagen … Mode kocht. Ein Mann der Haute Cuisine also. Und dann macht der eine Pasta-Figur. Und bitte, wenn ein Starkoch Pasta macht: Da macht man dann KEIN Ketchup drauf. Basilikum-Pesto, gehackte Oliven und Kapern, geschälte Cocktailtomaten, wenns schon was in Rot sein muss. Aber kein ordinäres Ketchup aus der Plastikflasche. Klassisches No-Go.

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Trix & Flix gehen Shaggy nur bis zum Arsch

Donnerstag, 22. Mai 2008 14:28

Nach und nach lüften sich die letzten Geheimnisse zur Fußball EM. Eines der bestgehüteten: Wie groß sind eigentlich Trix & Flix, die beiden Maskottchen mit den bescheuerten Namen? Die sind zwar schon öfter mal wo aufgetreten, aber -- festhalten! -- natürlich waren das ja immer nur schlecht (oder vielleicht sogar gut) bezahlte Promo-Hansln in Trix&Flix-Kostümen… Und die waren dann natürlich menschengroß.

Jetzt ist aber das Video zu “Feel The Rush” von Shaggy feat. Trix&Flix endlich im Ganzen zu sehen. Und da kann man jetzt erstmals erkennen, wie groß die echten Trix&Flix sind.

Und die überraschende Erkenntnis: Trix&Flix gehen Shaggy nur bis zum Arsch! Warum bitte das denn? Weil Österreich und die Schweiz so klein sind? “Fußballzwerge”? Weil beide nur jeweils vier Finger an jeder Hand haben, also vermutlich auch nur vier Zehen, und Füße mit vier Zehen physikalisch nur bis zu einer Größe von 95 Zentimetern Stabilität verleihen können? Hat sich dabei überhaupt irgendjemand was gedacht?

Bis zum Arsch

Es erklären sich auch ein paar andere Dinge, die beim ersten Preview-Video zu diesem immerhin offiziellen UEFA EURO 2008™ Mascots Song offen geblieben sind. Zum Beispiel, warum Shaggy überhaupt nach Europa kommt. Nämlich: Trix&Flix kommen vorher nach Jamaica. Wie? Nun ja, sie fallen auf Jamaica. Crazy, hm? Jedenfalls werden sie dort zu Wild-Plakatierern und hängen EURO 2008-Plakate an die Häuser. Auf Shaggys Kniehöhe sozusagen. Der sieht das trotzdem und denkt sich, he, interessant, muss ich hin. Spielt noch ein bisschen Ball und macht sich auf den Weg. Trix&Flix fliegen übrigens mit einem Heißluftballon zurück. (Entweder sind sie vorher aus dem rausgefallen, oder sie haben ihn schnell gebastelt, das bleibt dabei ihr kleines Geheimnis).

Gibt also noch viel zu entdecken.

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Nahversorger Praterstern: OKAY-Markt

Donnerstag, 22. Mai 2008 13:15

Wenn man einen Blick auf die Logfiles dieser Website an Sonn- oder Feiertagen wirft, dann fällt da jedesmal auf, dass an solchen Tagen scheinbar besonders viele Menschen im Internet auf der Suche nach offenen Geschäften sind. “billa sonntag öffnungszeiten”, “billa praterstern”, “wie lang hat der sonntags-billa heute auf?”, mit solchen Google-Anfragen kommen die User dann zu mir und landen in der Regel genau dort.

Und dann machen sie sich auf den Weg, und stehen für eine Packung Milch, zehn Kekse und ein paar Semmeln brav, aber ewig lang in der Schlange vor den Kassen an. Dabei gibt es gerade für solche Klein- und Kleinsteinkäufe auch am Praterstern eine Alternative, die an Sonn- und Feiertagen geöffnet hat. Eine neue OKAY-Filiale nämlich, zu finden im Untergeschoß der Bahnhofshalle, beim Abgang zur U2.  

Ganz okay

Den OKAY-Markt kennt man ja vom West- und Südbahnhof. Wenig überraschend gibt es auch am Praterstern ein eher überschaubares Sortiment zu leicht erhöhten Preisen. Leute mit Platzangst, oder solche die es eilig haben, können dem in diesen Fällen ja eher untauglichen großen Supermarkt oben aber gut aus dem Weg gehen. Ein gutes Entscheidungskriterium, so Daumen-mal-Pi: Wenn sich der gesamte Einkauf irgendwie mit zwei Händen ohne Tasche heimtragen lässt, kann man durchaus auch beim OKAY sein Glück versuchen.

Die Zutaten für ein komplettes Zitronengras-Hühnchen auf Limetten-Erdbeer-Spiegel kriegt man dort sowieso nicht. Für kleine Snacks wie diesen, und damit einen neuen Kandidaten für die Reihe Lizenz-Anarchisten reichts allemal.

Torstangerl

“Torstangerl” von Wiesbauer, mit einem “1:0 für Österreich”. Fragt sich nur gegen wen. Wenn die Dinger wirklich “typisch österreichisch” sind, dann ja wohl entweder gegen die EU oder gegen die Türkei.

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Au, au, au!

Mittwoch, 21. Mai 2008 0:14

Wie zur Höllt kriegt man Splitter unterm Fingernagel wieder raus? Muss ich zum Arzt? Werde ich aufgeschnitten? Bin ich arbeitsunfähig?

Au, au, au!

Beziehungsweise: Was passiert eigentlich, wenn das Ding drin bleibt?

AAAAAAAAaaaaaaaaaaaauuuuuuuuaaaaaaaaaaaa!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

[Edit: "Aaaaah, aua, aua", meint der Vertretungsarzt von meinem Hausarzt in Anbetracht meiner Fingerkuppe. Und fünf Minuten später, seine Pinzette drei Millimeter unter meinem Nagel rumrührend "Der Scheiß bricht immer ab. Geht nicht raus. ... Probieren wir halt ob er von alleine mit dem Nagel mitrauswächst" - "Und wenn nicht?" - "Schnipp Schnapp!" - "Schnipp Schnapp?" - "Ja."]

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Schwierig, ganz schwierig: Natascha Kampusch trifft

Montag, 19. Mai 2008 22:56

Ganz ehrlich? Ich hätte mir gewünscht, die um sich gehenden Gerüchte, die von Puls4 angekündigte Natascha Kampusch-Show wäre still und leise und vor allem noch vor der ersten Ausgabe abgesetzt worden, wären wahr gewesen. Sieht aber nicht so aus. Inzwischen gibt es erste Trailer zur Show, und die versprechen den Start am 1. Juni.

Natascha Kampusch @ PULS4

Wir sind also eingeladen, dabei zu sein, wenn Natascha Kampusch auf “Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, Musik und Literatur, Wissenschaft und Politik” trifft. Wie schön. Puls4 wird das also tatsächlich durchziehen. Und ganz egal, was man davon auch halten mag: Natascha Kampusch ist irgendwie sakrosankt.

Natürlich könnte man sich fragen, was genau sie jetzt als Moderatorin qualifizieren soll. Aber die wohl natürliche Reaktion darauf lautet: “Diese Frau hat genug Schlimmes durchgemacht. Wenn sie unbedingt moderieren will, bitte kann ihr nicht wenigstens der Wunsch erfüllt werden?”

Einerseits ja, klar. Kann er. Sie will ja nicht als Neurochirurgin im AKH anheuern. Soll sie doch talken wie sie will. Sehr viel schlechter als so manche andere Kollegen und KollegInnen (und ich nenne hier jetzt mit voller Absicht weder Namen noch Fernsehsender) wird sie wohl nicht sein.

Aber andererseits: Diese Frau hat eben schon genug Schlimmes durchgemacht. Eigentlich sollte man ihr eine schnelle Karriere als Privat-TV-Strohfeuer ersparen. Das hat schon andere, nicht vor-traumatisierte Menschen ziemlich weit runtergezogen. Und wen bitte soll Natascha Kampusch in dieser Show treffen, der oder die mehr interessiert als sie? Außer Mitgliedern der Familie Fritzl -- und das ist jetzt nicht mal als geschmackloser Witz gemeint, sondern ganz im ernst -- kann ich mir da jetzt wirklich niemanden vorstellen.

Vermutlich steckt sogar wirklich irgendwie die Idee dahinter, dass sich die Geschichte Kampusch irgendwann ablutscht und dann die Moderatorin überbleibt. Aber Achtung, in dem Moment stellt sich dann eben doch wieder die böse Frage: Was genau gibt Anlass zur Annahme, sie könnte das irgendwie besser als irgendwer anders?

Dass sie das unbedingt machen will: Klar, warum nicht. Dass sie sich nicht heimlich irgendwohin zurückziehen will: Wieso sollte sie? Dass sie sich im Zuge der Fritzl-Tragödie zu Wort gemeldet hat: Mehr als vernünftig. Natürlich hatte sie dazu etwas zu sagen. Bitte wer, wenn nicht sie?

Ob ihr das gut tut? Das kommt dann eben sehr darauf an, wie ehrlich die Leute rund um sie mit ihr sind. Jetzt, aber auch wenn “Natascha Kampusch trifft” dann läuft. Vielleicht ist sie ja gut, keine Ahnung. Vielleicht traut sich aber einfach auch niemand sagen: Du Natascha, das wird nix. Weil jetzt hat man das schon angekündigt, und überhaupt,… Aber dem oder der sei dann schon mal jetzt präventiv hinter die Ohren geschrieben, dass sich das unter vier Augen für alle Beteiligten leichter sagt, als wenn die Show einmal gestartet ist und alle zuhören.

Das ist schwierig. Ganz, ganz schwierig.

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Thomas Godoj vs. Sharon Stone: Keine Chance

Sonntag, 18. Mai 2008 2:10

Er hatte sich nicht angekündigt, plötzlich war er einfach da. Der Entertainment-Super-Saturday. Für alle was dabei. Das Finale von RTLs Deutschland sucht den Superstar, die große Show zum LifeBall vor dem Wiener Rathaus und für die denen das zu poppig oder homosexuell war: Carmen Nebel sagte “Willkommen bei Carmen Nebel“.

Der LifeBall stand die letzten Jahre über ja immer ein bisschen im Schatten des SongContest, der oft am gleichen Tag stattfand. Und zwei große TV-Übertragungen gleichzeitig, geht halt nicht. Wobei, bei Lichte betrachtet hat der ORF das heute sogar geschafft. Carmen Nebel UND LifeBall. Puh.    

Lifeball 2008

Das LifeBall-Dings fürs Fernsehen zu moderieren ist natürlich kein leichter Job. Und da passieren zwischendurch dann manchmal komische Dinge. Stars meinen es gut, und machen es schlecht und sagen Sachen wie, dass Homosexuelle die ohne Kondom Sex haben “wirklich alle weggehören”… Naja. Unterm Strich braucht sich das alles aber nicht zu verstecken. Weil es eben auch von einer Fernseh-Übertragung nicht totzukriegen ist. Der Event ist einfach zu gut. Er braucht das Fernsehen nicht, es tut ihm aber auch nicht (sehr) weh.

Und das ist ein Unterschied, der auch das an sich perfekt durchproduzierte Finale von DSDS sehr blass aussehen hat lassen. Das gibts nur wegen des Fernsehens und das existiert nur fürs Fernsehen. Eh schön, aber inzestuös. Und dann halt im Vergleich auch irgendwie so wurscht.

Ich bin eine BerufsschwuchtelEs geht mir dann nämlich am Ende verhältnismäßig am Arsch vorbei, was Thomas Godoj und Fady Maalouf so gesungen haben. Oder wer gewonnen hat (Thomas natürlich). Was interessiert mich Dieter Bohlen, wenn Gery Keszler sich sein neues “Goldenes Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Republik” auf sein berufsschwuchtel.org-Shirt steckt oder Sharon Stone ihm den Schriftzug dann später mit weißem Lack übersprüht (“Gery Keszler is not a business faggot to me”).

Ich hab mich am Ende dann tatsächlich geärgert, dass ich nicht am Rathausplatz war. Wobei, nach Bombenstimmung hat das alles auch nicht gerade ausgesehen. Nach buntem Spektakel aber allemal. Und ja, manchmal gerät das eigentliche Thema, HIV und AIDS, ein bisschen in den Hintergrund. Aber nein, das lässt die Veranstaltung nicht zu einem sinnentleerten Promi-Auflauf verkommen. Man kommt der Sache dann nämlich doch nicht aus.

Und während RTL einen 20-sekündigen Zuspieler mit Christina Aguilera, die im Rahmen irgendeines anderen Interviews sich halt auch kurz ein bisschen Thomas Godoj auf dem Laptop angesehen hat und dann recht teilnahmslos (warum sollte sie auch) meint “I like him. I like his voice” über eine Werbepause hinweg anteast, rauschen am Red Ribbon-Laufsteg die Promis am Publikum vorbei. Wie schön, dass der Songcontest heuer bisschen später startet.

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