Euro 2008: Jugendgefährdende Zungen
Dienstag, 17. Juni 2008 20:41
Der Werberat hat heute eben jene Werbung “verurteilt”, die ich eben gerade hier noch groß angepriesen habe. Das Deutschland-schmust-mit-Österreich-Sujet von bet-at-home.at, produziert (oder muss man jetzt sagen “verbrochen”) von der Wiener Agentur gantnerundenzi ist nämlich top-gefährlich.
Wer auf Fußball-Euphorie steht, und undankbarerweise ausgerechnet die österreichische Nationalmannschaft zum Liebling erklärt hat, der oder die sollte die kommenden, na sagen wir mal ungefähr 20 Stunden noch gut nutzen. Ich prophezeie ja ganz unpatriotisch ein Scheitern mit Pauken und Trompeten.
Es ist eine eher überraschende Konstellation, soweit kann ich das glaub ich inzwischen auch beurteilen. Kroatien gewinnt die Gruppe B, die Türkei wird zweite der Gruppe A. Und das heißt – Achtung! – die beiden Treffen im Viertelfinale am 20. Juni in Wien aufeinander. Und eine davon landet auch im Halbfinale. Für Stimmung in der Stadt ist also gesorgt.

Das wär sie also gewesen, die erste Runde der Fußball-Europameisterschaft. Was für ein … ähm … Spaß. Und ich hab tatsächlich von jedem Spiel zumindest irgendwas gesehen. Zum Teil unterwegs, an einer Ampel wartend und auf den Fernseher in einem Ecklokal starrend, zum Teil zuhause, zum Teil aber auch total public.
