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Der Traum vom eigenen Weihnachtsbaum

Ich mag Weihnachten. Das war eigentlich schon immer so, sogar ohne jede pubertäre Unterbrechung. Ich hab mich nie gegen den religiösen Überbau gewehrt und nicht mal gegen den Hand in Hand gehenden Konsum-Freakout rebelliert. Weihnachten ist meins. Vielleicht weil es – spätestens seit ich nicht mehr zur Schule gehe und deshalb sowas wie Ferien nicht mehr relevant ist – die größte Zäsur im Jahreslauf ist. Zwischen 24. Dezember und Silvester ist Auszeit.

Allerdings wird es von Jahr zu Jahr schwieriger so halbwegs in Stimmung zu kommen. Da braucht’s schon eine Extraportion Stumpenkerzen, Duftlampe und Adventkalender. Sonst wird das ohne Schnee einfach nix. Seit letztem Jahr überleg ich sogar ernsthaft, mir einen Christbaum zuzulegen. Völlig absurd, weil ich zu Weihnachten ja ganz klassisch bei meinen Eltern am Land bin. Und gibt’s was traurigeres als einen Weihnachtsbaum, der am 24. Dezember allein und ohne elektrisches Kerzenlicht in einer kalten Ein-Zimmer-Wohnung vor sich hin vertrocknet? Da sollte Pixar mal einen Film drüber machen! 

Weihnachtskaktus

Also werd ich wohl meiner zähen Topf-Sukkulente aus den Alupapierchen meiner Zigarettenschachteln noch ein paar Kugeln basteln. Wenn ich ganz romantisch werd kauf ich mir noch einen Satz roter Plastik-Kugeln und häng sie zu den silbernen vom letzten Jahr auf meinen Ficus. Oder was dieses Blattwunder da mitten im Zimmer botanisch betrachtet auch immer ist.

Und trotzdem, trotz aller Einsicht, dass es total bescheuert ist, sich tote Bäume in die Wohnung zu holen, die man dann zwei Wochen später an Sammelstellen auf große Weihnachtsscheiterhaufen stapelt: Wüsste ich nicht, dass bei meinen Eltern gleich zwei von den Dingern auf mich warten, es wär mir zuwenig. Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich sowas jemals sagen würde, aber inzwischen bin ich überzeugt: Wer Weihnachten ohne Baum feiern will, ist der Super-Grinch.

Wenn das so weiter geht hab ich in zwei Jahren die Wohnung voller Barbara-Zweige. Und heb sie mir dann auf, um daraus einen hübschen Oster-Strauch zu zaubern.

4 Antworten auf „Der Traum vom eigenen Weihnachtsbaum“

hi brother, das freut mich, dass du dich schon auf weihnachten freust, soll ich dir dann noch einen dritten kleinen baum in deinem zimmer aufstellen?

ah, nein, nicht nötig. und aus meinem zimmer habt ihr vor jahren einen gang gemacht, schon vergessen? dort brauchts jetzt wirklich keinen baum.

Lieber weihnachten bei den Eltern feiern.
Ich feiere auch Weihnachten mit meiner Familie.Es ist die einzige Gelegenheit , die ich habe mich mit der ganzen familie zu treffen.

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