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Schoko Schiri: Geht gar nicht!

Dienstag, 6. Mai 2008 1:08

Ich bin ja bekanntlich auf der Suche nach Official Licensed Products zur demnächst startenden Fußball-EM. Im Zuge dessen geh ich also im Moment sehr wachsam einkaufen. Die Trix&Flix-Bettwäsche hab ich mir nicht gekauft, weil mir das zu peinlich gewesen wäre. Über ein Foto davon im Einsatz würde ich mich aber natürlich schon sehr freuen.

Wenn mir wer eines an euro2008.licensed@elab.or.at schickt, gibts von mir im Gegenzug per Post die drei Panini-Bildchen, die ich gemeinsam mit dieser Packung “Cookie Crisp” erstanden habe.

Damit die Milch zum Kakao wird

Wie ernst es die UEFA mit ihrem teuer verkauften Recht – was Werbung mit ihrer Europameisterschaft betrifft - meint, zeigt gerade heute ein Bericht auf orf.at. Darin heißt es, die UEFA sei bisher gegen über 400 Firmen vorgegangen, weil sie ihr Markenrecht verletzt sah. Ein bisschen stutzig macht mich allerdings dieser Satz: “Von den zehn Gerichtsfällen seien fünf zugunsten der UEFA entschieden worden.” Nur fünf? Das klingt leider sehr danach, als würde 1. sehr schnell und natürlich auch im Zweifel geklagt und 2. der Sinn der Klagen auch und vor allem in der Abschreckung bestehen.

Nachdem sich der europäische Fußballverband unter anderem die Rechte an den Begriffen ”Euro 2008″, “EM 2008″, “UEFA EM 2008″ und “Oesterreich/Schweiz 2008″ gesichert hat, besteht natürlich eine gewisse Rechtsunsicherheit. Da gibt eine beklagte Firma ohne nötiges Portogeld in der Kasse der Rechtsabteilung schon mal schnell klein bei.

Nix mehr vergessen mit Trix&Flix

Ich habe mir heute ein ganz legales kleines Kalender-Notizbuch zugelegt. Und in dem werde ich jetzt ab sofort jede Lizenz-Verfehlung penibel notieren. Eine Hall Of Fame der Lizenz-Anarchisten sozusagen.

Meine erste Nominierung, weil rechtlich doch eher auf der sicheren Seite: Der Schoko Schiri von Ströck. Wird morgen natürlich sofort und aus Solidarität gekauft.

Schoko-Schiri

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Die Lizenz zum Branden

Dienstag, 29. April 2008 21:03

Die Hauptsponsoren der Euro 2008 sind ja bitter, bitter enttäuscht weil einfach niemand über die Fußball-EM redet. “”Die Bewerbung findet einfach nicht statt. Das ist ärgerlich, weil die EURO eigentlich eine einmalig Chance für die Wirtschaft wäre”, meint da etwa der Chef von PayLife. Ich muss ihm jetzt vielleicht insofern Recht geben, dass ich bisher noch nicht einmal wusste, dass es eine Bank namens PayLife überhaupt gibt.

Aber da jetzt nur den Veranstaltern die Schuld zu geben,… ich glaube, damit macht der Herr es sich etwas zu einfach. Vielleicht hat er sein Geld einfach nicht gut eingesetzt.

Ich empfehle fürs nächste Mal: Kaufen Sie sich doch nicht die langweilige Fläche direkt unter dem offiziellen Logo. Kaufen Sie sich doch einfach die Lizenz für eine TopfenGoalatsche!

Topfen Goalatschen

Ich wette, das kommt viel, viel billiger. Und falls Sie sich eher international ausrichten möchten und deshalb einen Bogen um lokale Spezialitäten machen wollen: Geknabbert wird doch überall. Wie wäre es mit “Champions”, einer Art Pom-Trix&Flix?

Official Licensed Pom-Trix&Flix

Meine Damen und Herren von PayLife, ich bin sicher, wir werden noch jede Menge anderer Beispiele finden, wo ihre Konkurrenz es geschafft hat, trotz medialer Euro-Flaute ein bisschen Profit aus der Sache zu schlagen.

Ich werde meine Augen offen halten, und wenn mir noch was unterkommt,… ich werde es nicht für mich behalten. Falls mir wer helfen mag: Sachdienliche Hinweise bitte hier ins Forum oder auch per Mail an euro2008.licensed@elab.or.at

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Luxury, please! – III

Mittwoch, 2. April 2008 22:46

Wählen gehen

Heute: Die Qual der Wahl unter Zeitdruck. Man kann sie immerhin vom Geschäft nach Hause verlagern.

Was soll's sein?

  • Cookies & Cream (47%, 21 Votes)
  • Macadamia Nut Brittle (53%, 24 Votes)

Total Voters: 45

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Nahversorger Praterstern: Billa

Montag, 31. März 2008 18:41

Die österreichischen Ladenöffnungszeiten – die uns allen spätestens während der Fußball-EM, wenn sie nämlich gnadenlos aufgehoben werden, so richtig komisch vorkommen werden – erlauben es den meisten Geschäften nicht, am Sonntag offen zu halten. Weil man aber natürlich auf Reisen auch an Sonn- und Feiertagen verpflegt werden muss, gilt diese Regel traditionellerweise nicht für größere Bahnhöfe. Jetzt ist der Praterstern zwar nicht mehr einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Kontinents (scheinbar war er das ja mal), trotzdem braucht auch heute am Wochenende niemand hungrig mit der S-Bahn nach Mistelbach fahren.

Ohne Billa

Hier haben die Geschäfte auch am Sonntag auf. Allen voran der stadtbekannte Sonntags-Billa. Im Zuge des Bahnhofsumbaus ist der ja in einen Container am Vorplatz gezogen. Eine echte Verbesserung gegenüber vorher. Plötzlich konnte man sich zumindest  zu “normalen” Öffnungszeiten ganz normal im Geschäft bewegen und musste nicht schon am Eingang sein Bestes geben, um von der Menge auch durch den richtigen Gang vom Eingang zur Kasse geschoben zu werden.

Gleichzeitig siedelten sich aber doch sehr viele sehr seltsame Gestalten hier an. Der Billa am Praterstern wurde zu einem der umsatzstärksten Filialen des ganzen Landes, und man konnte durchaus den Eindruck kriegen, er verdankt das nicht zuletzt der Tatsache, dass Wein auch im Tetra-Pak zu haben ist. Jedenfalls war es nicht ganz einfach, den Radweg in Richtung Donauinsel so zu befahren, dass man weder Kotze, noch Urin, noch Blut auf dem Reifen hatte.

Jetzt ist der neue Bahnhof praktisch fertig, und mit dem Kaufhaus ist auch die Stammkundschaft wieder zurück über die Kreuzung gezogen. Ganz verwaist heizt sich der inzwischen leere und wohl auch klimaanlagenlose Container jetzt langsam in der Frühlingssonne auf.

Alter Billa

Sonntags kommen noch im Minutentakt uninformierte Menschen, die ein Packerl Milch, ein bisschen Faschiertes oder drei Flaschen Wein hier kaufen möchten. Die macht dann ein großes Plakat an der Eingangstür darauf aufmerksam, dass man umgezogen sei. In ein nochmal deutlich größeres Geschäftslokal, über die Straße, zurück in den Bahnhof. Damit auch in Zukunft niemand auf Reisen Hunger leiden muss. Und damit man seinen Sonntagsbraten auch braten kann, wenn man am Samstag vergessen hat ihn einzukaufen.

Neuer Billa

Geöffnet sind die neuen Pforten übrigens täglich von 6-21 Uhr. Und wer mal ein richtig komisches Einkaufsgefühl haben möchte, kaufe sich doch einfach - übriggeblieben von der letzten Nacht - dort mal um 6 Uhr 10 eine ofenfrische Topfengolatsche. Um die Zeit ist auch noch nicht ganz so viel los.

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Nahversorger Praterstern: Green

Sonntag, 16. März 2008 20:08

Als ich vor ein paar Jahren hierher gezogen bin, entpuppte sich der Wiener Praterstern als kleines, mir bis dahin unbekanntes Schlemmerparadies. Zumindest für Menschen die 1. keine großen Ansprüche stellen, sondern die Küchenwelt in guter Kebab / schlechter Kebab einteilen (da gehörte ich damals dazu) und die 2. oft nach 23 Uhr noch Hunger kriegen (da auch). Hier gab es damals eine ganze Reihe von teilweise bis weit nach Mitternacht geöffneten Imbiss-Ständen. Super Sache.

Praterstern

Aber dann: Fußball EM, U-Bahn-Verlängerung, Umbau. Über Jahre gab es hier nichts.  Wo noch kurz davor um 2 Uhr morgens “scharf mit alles?” übers Pflaster hallte, herrschte plötzlich Stille. Ein einsamer kleiner Würstelstand, etwas abseits vom Bahnhofsgebäude selbst, hielt tapfer die Fahne der Nahversorger hoch. Aber täglich Käsekrainer-Hotdog geht halt auch nicht lange gut.

Jetzt rückt das einst fast utopisch klingende Datum der Eröffnung der U2-Verlängerung allerdings in greifbare Nähe. Und damit erlebt auch die lokale Bahnhofsinfrastruktur eine neue Blüte. Der Umbau ist – soweit man das von außen und als Laie halt so sagen kann – fertig. Und dieser Tage hat nun auch der König des Pratersterns seinen alten Thron wiederbestiegen. Der stadtbekannte Sonntags-Billa hat seinen Vorplatz-Container verlassen und residiert jetzt wieder direkt im Bahnhofsgebäude. In neuer bombastischer Größe wohlgemerkt.

Zeit also für einen kleinen Rundgang durch die neue Fressmeile Praterstern. Freund Knosef hat auch Hunger, es kann also losgehen. Und wir starten am Ost-Ende. Bei “Green“.

Green

Das Green baut auf das wahrscheinlich mutigste Konzept aller Neuankömmlinge. Untertitel: “Wok – Teppanyaki - Karaoke – Dimsum”. Von Karaoke war bei unserem Test-Besuch zwar nichts zu sehen (ich hätte mich sonst wohl auch nicht reingetraut), dank der großzügigen Glasfront kann ich aber von einem gut besuchten Karaoke-Abend berichten, dem ich vor kurzem praktisch im Vorbeigehen auf dem Heimweg vom Fluc beiwohnen durfte.

TeppanyakiTagsüber setzt man hier eher auf “Teppanyaki”. Heißt soviel wie: Man bringt dem Koch auf kleinen Tellern, was man sich vorher am Buffet ausgesucht hat. Der steht an einer heißen Grillplatte und lässt das dort dann frisch durchbruzzeln.

Vorteil: Das ist irgendwie lustig und folgt dem All-you-can-eat-Prinzip. Hier kann man sich also für relativ wenig Geld relativ gut den Bauch vollschlagen. Nachteil: Buffets verleiten Menschen wie mich halt sehr dazu, von allem ein bisschen zu nehmen. Und von allem ein bisschen ist geschmacklich meistens keine gute Kombination.

Teppanyaki empfiehlt sich also vor allem dann, wenn man entweder alles irgendwie mal durchprobieren will oder besonders abenteuerlustig ist. Oder aber man ist total geschmacksicher und weiß ganz genau: Man will das, das und das und aus. Für alle anderen gibt es natürlich auch eine ganz normale Speisekarte. Das dauert dann zwar deutlich länger, dafür haben da Profis die Wahl der Zutaten übernommen. Ich schätze das ja sehr.

Sushi

Vielleicht mag ja irgendwann mal jemand Karaoke-Begeisterter da hingehen und berichten, ob das eine Empfehlung wert ist. Die nötigen Trash-Punkte gibt es für die verspiegelten Säulen, die teilweise neon-grüne Deckenbeleuchtung und die winkende Katze am Eingang schon mal von mir.

Für einen kleinen Ausflug in die Welt von Sushi, Dim Sum, Bambus-Sprossen und Wok-Gemüse eignet sich das Green allemal. Nicht teuer, ganz gut, aber es verführt zum Essen von Dingen auf die man eigentlich keine Lust hat. Pan-asiatische Schauküche©Knosef für Einsteiger.

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Eye Kandis

Montag, 10. März 2008 21:38

Kandiszucker

Hat eigentlich außer mir noch wer als Kind mit Kandiszucker “Brillianten” gespielt? Funktioniert übrigens noch besser, wenn man sie vorher alle gründlich ableckt. Dann funkelts schöner.

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