Ja, ja, ja. Weiter daneben liegen kann man nicht. Ich habs selbst ja nicht gesehen gestern, aber Rachel ist raus. Und dabei hatte ich noch vor ein paar Tagen ganz großkotzig gemeint, es spricht einiges dafür dass sie gewinnt. Offensichtlich hab ich ja immer noch keine Ahnung von nix. Und das nach Monaten Germany’s Next Topmodel schaun.
Mehr kann ich dazu eh nicht sagen. Sehr arge Sachen wurden mir von der Folge nicht berichtet. Hat Heidi echt gesagt, Gisele ist fett?
Schon aus Solidarität gibt es jetzt erstmal täglich Zucker in den normalerwese ungesüßten Kaffee. Aber was soll ich sonst auch damit: Meine neueste Errungenschaft in der Rubrik Lizenz-Anarchisten: Wiener Zucker.
Wow, das war ja gestern mal eine Party, da sind die Fetzen, Buchstaben und noch diverse andere Sachen geflogen. Den vielen netten Gästen: Vielen Dank fürs Vorbeischaun! Weil der Kopf noch immer brummt, will ich dazu jetzt aber gar nicht mehr Worte verlieren.
Nix also heute mit 1. Mai im Prater, dabei hätte ich diesmal sogar gewusst, wann das Feuerwerk beginnt. Ein Pausen-Tag vor dem Fernseher.
Quasi noch im Halbschlaf wurde ich dann Zeuge von Sarahs Rausschmiss bei Germany’s Next Topmodel. Hat Heidi Klum eigentlich Einreiseverbot in Australien? Ja, sie ist wieder da, aber nur weil die Models ihr einfach ein Stück entgegengekommen sind und jetzt in Los Angeles residieren. Die Zeiten werden wohl wieder härter. Wer nicht spurt, kann heimgehen.
Ich verliere ja – jetzt wo’s aufs Finale zugeht – ein bisschen auch das Interesse. Und deswegen bin ich dankbar für Auftritte wie dem von Erika Eleniak. Beim Baywatch-Shooting durfte die Pamela Anderson 0.5 natürlich nicht fehlen. Die doch fast 20 Jahre, die inzwischen vergangen sind, sieht man dem Badeanzug allerdings deutlich an.
Als Baywatch-Nixe in Würde altern geht wohl nicht. Der Altersunterschied zwischen künstlichen und natürlich gewachsenen Körperteilen wird immer deutlicher sichtbar. Ich wette, heute würde Eddi sie nicht mehr nehmen.
Da hab ich mir jetzt was angefangen. Songs zur Fußball-EM. Das ist ja alles ganz unglaublich. Um es kurz zu machen: Reinhard Fendrich singt einfach so. Ohne offiziellen Background. Die Geschichte ist damit auch schon zu Ende. Klingt auch nicht so, als würde man das oft hören.
Aber es gibt eine echte Eurovisions-Hymne. Von Baschi nämlich. Baschi? Ja, Baschi. Der ist Schweizer und hat dort 2003/04 bei der ersten Staffel von MusicStar mitgemacht. Das ist eine Schweizer Variante von Starmania. Er hat zwar nicht gewonnen, ist aber trotzdem super erfolgreich (das hat er jetzt wieder mit Christina Stürmer gemeinsam, die ja auch einen EM-Song macht. Voll crazy!) und er hat schon zur Fußball-WM 2006 in Deutschland den Song “Chum bring en hei!” abgeliefert. Das bedeutet natürlich auch, dass ich mich hiermit zwangsweise als Voll-Nicht-Auskenner oute. Weil ich hab davon bis jetzt gar nichts mitgekriegt. Wer die letzten zwei Jahre über irgendwo Schweizer Fußball-Fans gesehen hat, kennt die Geschichte wohl schon. Egal.
Den Schweizern und -innen gefällt das immer noch so gut, dass es auch zwei Jahre später noch die Titelmelodie der Schweizer Hälfte der Fußball Doku-Soap “Das Match” (also: “Der Match“) wurde. Und – ha! – offizielles EM-Lied der Schweiz. Könnte uns jetzt eigentlich egal sein, weil war es ja 2006 auch. Könnte es, wenn da nicht zwei Kleinigkeiten wären. Erstens: Mario Lang (auch mal bei Starmania gewesen, der junge Mann mit dem komischen Blick, ihr könnt euch erinnern), hat das “übersetzt” und singt eine normal-deutsche Version, “Bring ihn heim”. Einen gemeinsamen Auftritt der beiden gabs dann neulich bei der Verleihung der Amadeus-Awards. Das Video ist glaub ich eher von Mario-Fans…
Aber gut, das war erst Erstens. Zweitens, und das ist wohl nochmal breitenwirksamer: Oliver Pocher macht das auch. Bei ihm heißt das dann “Bringt ihn heim”. Mit T. Ich hasse Oliver Pocher. So sehr, dass ich es grad komisch finde, dass ich das auf dieser Seite noch nie wo untergebracht habe. Das wäre hiermit also auch erledigt.
Und nachdem ich mir jetzt alles ein paarmal angehört hab: Diesem Lied – egal in welcher Variante - werden wir wohl alle miteinander nicht entkommen.
Ich bin übrigens unterm Strich natürlich für die Original-Version von Baschi. Und weil wir vorher schon beim Thema seltsame Pressetexte waren: “Offenheit und ein gesundes Selbstbewusstsein gehören für den jungen Künstler zum natürlichen Selbstverständnis eines jungen Schweizers wie Brot und Käse zum Fondue.”
Baschi veröffentlicht Songs, die heißen “Fürs Volk”, “Heimat” und “Bereue Nüt”. Das wirkt jetzt natürlich erstmal ausgesprochen seltsam. Aber dann gibts da auch so interessante Song-Texte wie diesen:
Ich wär so gern e Pornostar us de 70er Johr
Ich würd so gern e Sekte ha wo’s nur um’s Bumse goot
Ich, nume ich, wär dr einzig Maa wo immer cha
Ich hätt so gärn e fette Charre, fett Chohle und es paar at Ohre
Wenn das Gott wüsst, er würd vom Himmel gheie
mir dr Sack langzieh und dr Schwanz umdräihe
Wenn das Gott wüsst, er würd d’ Wält versänke
jedem Mänsch uf dere Wält e Tripper schänke
Anhören kann man sich das alles am besten auf seiner Website.
Was bitte war das denn? Heidi Klum nur zweimal in einer kurzen Einspielung, kein “Ich habe ein Foto für dich” am Schluss, niemand muss heimfahren? Kein Wunder, dass der Trailer so tief gestapelt hat. Das war wohl die mit Abstand langweiligste Folge von Germany’s Next Topmodel.
Im Zweifel kann man sich aber immer noch darauf verlassen, dass der eine oder andere Nervenzusammenbruch die Dramaturgie über die Stunden rettet. Ein Ohnmachtsanfall mit anschließender Gehirnerschütterung bremst die erste Kandidatin gleich vor dem Abflug nach Australien aus. Vanessa bleibt mit Eisbeutel im heimischen Jugendzimmer. Wanda betritt das Set beim Kunden mit einem herzhaften “Ich fühle mich furchtbar. Ganz krank.”
Top aber natürlich- und es wird schön langsam wirklich langweilig – Gisele. Die Tierfreundin Gisele. Aber bei Küchenschaben in der Wohnung war dann Schluss mit lustig. “Ich schlafe lieber mit einer toten Küchenschabe als mit einer lebendigen”. Ach was. Also eine Dose Haarspray schnappen, schütteln, und die Cucaracha ordentlich einsprühen.
Weil man in einer Kakerlaken-Wohnung aber nicht alle einzeln im Sprüh-Lack ersticken kann, blieb das Problem allerdings bestehen. Kein Schlaf also für Gisele. Die Nerven lagen blank. Ein großer Showdown bei der Schluss-Entscheidung, Rolf sagt, alle finden Gisele total mühsam, Gisele sagt, Sarah würde ihr drohen ihr eine aufzulegen. “Wenn du nicht die Schnauze hältst, klatsche ich dich weg!” Würde Sarah sowas sagen? Na aber sicher!
Tränen, Geschrei, … und jetzt hassen sie sich offiziell, Gisele und alle anderen. Im Speziellen: Gisele und Sarah. Und das macht ein bisschen Hoffnung, dass das alles nächste Woche wieder etwas unterhaltsamer wird.
Heute: Tagsüber fernsehen. Weil es wohl kein untrüglicheres Zeichen dafür gibt, mit seiner Zeit großzügig umgehen zu können als sich zwei Folgen Roseanne am Stück anzusehen.
Schon in der letzten Staffel von Germany’s Next Topmodel war ja die “Schaut-mal-eure-Familien-und-Freunde-sind-da”-Folge ein echtes Highlight. Und sie stand ihr diesesmal in nichts nach. Also im Gegenteil: Die Kombination von de facto Nackt-Bildern bei Heidi Klums ”Lass uns mal dein Foto anschaun”-Zeremonie und 1,40 Meter kleinen Großmüttern im Backstageraum legt die Latte für eine nächste Staffel schon wirklich hoch.
Was gefällt einem eigentlich so am Eltern-Schaun? Dass der ganze Glam irgendwo geerdet werden kann? Dass man sieht dass die bunten Kleider offensichtlich nicht in der Pubertät von selbst aus den Genen auf dem Körper gewachsen sind? Dass man einsieht, dass man auch als Spross einer absoluten Un-Style-Familie eine gute Figur machen kann?
Nicht nur dass sich Herr Bourdieu dann sowieso im Grabe umdrehen würde. Es funktioniert ja auch nicht wirklich. Dafür hat man dann zu oft das etwas schmerzende “Aha, jetzt versteh ich”-Gefühl.
Kann sich noch jemand daran erinnern, wie in der letzten Staffel Barbara zu ihrer Familie gefahren ist? Die haben sich alle so unbeholfen umarmt, dass man den Eindruck hatte, das wäre die historisch tatsächlich erste Familien-Umarmung gewesen. Das ist ja auch nicht weiter schlimm, aber es hilft ein bisschen zu verstehen.
Ich behaupte jetzt mal einfach, der Eltern-Schau-Reiz entsteht, weil es einen beruhigt, dass man nicht der einzige Apfel ist, der irgendwie ja doch nicht allzuweit vom Stamm entfernt zum Liegen gekommen ist. Das ist ja eine der erschreckenden Erkenntnisse, die man irgendwann in den 20ern scheinbar machen muss.
Steht meiner Immer-mehr-Favoritin also altersmäßig erst bevor. Jennifer verdient sich aber einen “Weiser Spruch in Stresssituationen”-Orden für folgenden Satz beim Nackt-Shooting: “Die paar Minuten zieh ich das durch, und dann kann ich ja wieder peinlich berührt sein.” Das ist für eine doch noch pubertierende 16-Jährige eigentlich ziemlich anachronistisch.
Sophia ist raus. Man zieht zu neunt in die nächste Runde. Der Trailer für nächste Woche bleibt eher kryptisch. Wer auf einem Surfbrett stehen kann ist aber scheinbar klar im Vorteil.
Und: Es geht nach Australien, und das nimmt einem Gerücht den Wind aus den Segeln, das die letzten Tage aufgetaucht war. Da wurden nämlich von Touris die Topmodels in Australien gesehen. Zu fünft. Und das roch dann gleich nach “Top 5″-Entlarvung. Jetzt schauts eher danach aus, als wären die anderen vier halt grad… ähm… nicht da.