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Eltern-Schaun bei Germany’s Next Topmodel

Donnerstag, 17. April 2008 23:02

Schon in der letzten Staffel von Germany’s Next Topmodel war ja die “Schaut-mal-eure-Familien-und-Freunde-sind-da”-Folge ein echtes Highlight. Und sie stand ihr diesesmal in nichts nach. Also im Gegenteil: Die Kombination von de facto Nackt-Bildern bei Heidi Klums ”Lass uns mal dein Foto anschaun”-Zeremonie und 1,40 Meter kleinen Großmüttern im Backstageraum legt die Latte für eine nächste Staffel schon wirklich hoch.

Nix für den Vertical Catwalk

Was gefällt einem eigentlich so am Eltern-Schaun? Dass der ganze Glam irgendwo geerdet werden kann? Dass man sieht dass die bunten Kleider offensichtlich nicht in der Pubertät von selbst aus den Genen auf dem Körper gewachsen sind? Dass man einsieht, dass man auch als Spross einer absoluten Un-Style-Familie eine gute Figur machen kann?

Nicht nur dass sich Herr Bourdieu dann sowieso im Grabe umdrehen würde. Es funktioniert ja auch nicht wirklich. Dafür hat man dann zu oft das etwas schmerzende “Aha, jetzt versteh ich”-Gefühl.

Kann sich noch jemand daran erinnern, wie in der letzten Staffel Barbara zu ihrer Familie gefahren ist? Die haben sich alle so unbeholfen umarmt, dass man den Eindruck hatte, das wäre die historisch tatsächlich erste Familien-Umarmung gewesen. Das ist ja auch nicht weiter schlimm, aber es hilft ein bisschen zu verstehen.

Ich behaupte jetzt mal einfach, der Eltern-Schau-Reiz entsteht, weil es einen beruhigt, dass man nicht der einzige Apfel ist, der irgendwie ja doch nicht allzuweit vom Stamm entfernt zum Liegen gekommen ist. Das ist ja eine der erschreckenden Erkenntnisse, die man irgendwann in den 20ern scheinbar machen muss

Steht meiner Immer-mehr-Favoritin also altersmäßig erst bevor. Jennifer verdient sich aber einen “Weiser Spruch in Stresssituationen”-Orden für folgenden Satz beim Nackt-Shooting: “Die paar Minuten zieh ich das durch, und dann kann ich ja wieder peinlich berührt sein.” Das ist für eine doch noch pubertierende 16-Jährige eigentlich ziemlich anachronistisch.

Nochmal wegen letzter Woche...

Sophia ist raus. Man zieht zu neunt in die nächste Runde. Der Trailer für nächste Woche bleibt eher kryptisch. Wer auf einem Surfbrett stehen kann ist aber scheinbar klar im Vorteil. 

Und: Es geht nach Australien, und das nimmt einem Gerücht den Wind aus den Segeln, das die letzten Tage aufgetaucht war. Da wurden nämlich von Touris die Topmodels in Australien gesehen. Zu fünft. Und das roch dann gleich nach “Top 5″-Entlarvung. Jetzt schauts eher danach aus, als wären die anderen vier halt grad… ähm… nicht da.

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Gender Bender bei GNTM? Naja, ein bisschen…

Donnerstag, 10. April 2008 23:05

Das war ja mal ein Cliffhanger. Da muss man eine ganze Folge ungesehen auslassen, und dann gehts genau dort weiter, wo’s vor zwei Wochen aufgehört hat. Praktisch. Katharinas Abschied hab ich versäumt, das ist zu verkraften. Dafür geht es heute dann gleich zur Sache. Gina-Lisa und Sarah in Tränen aufgelöst im Kampf ums letzte Foto, das dann keine haben will, weil dann ja die andere rausfliegt. Und ich hatte natürlich Recht: Endstation für Gina-Lisa. Schluss mit dem Assi-Dream-Team.

Tschak, die Bohne

Es folgt: ein interessanter Ausflug in die Welt der Drags. Falsche Bärte werden in die samtenen Gesichter geklatscht, Hüte und Perücken ausgeteilt, die Kleidchen und Tops gegen Anzüge und Lederjacken getauscht. Drei brasilianische Transen werden vor den Vorhang geholt, jede in etwa soviel an Masse wie drei Topmodel-Kandidatinnen gemeinsam. Vom Bauarbeiter über den Rocker bis zum Flamenco-Tänzer werden alle Stereotype durchgespielt. Das kann man in dem Fall allerdings schon alleine deshalb nicht wirklich bekritteln, weil da auch echte Drag-Kings und Queens oft in nichts nachstehen. Ich erinnere mich mit Schaudern an eine Sendung am Wiener Community-TV-Sender Okto, bei dem Drag-Kings sich gegenseitig Tipps gaben, wie man männlich geht. Well…

I Bet She WinsZurück zu Germany’s Next Topmodel: Die zarten, jungen Frauen als Männer, drei Transen-Bären an ihrer Seite, das ergab dann doch viele interessante Bilder. Und leider ein paar unangenehme Überraschungen, was die Berührungsängste einiger Kandidatinnen mit ihren Shooting-Kolleginnen betrifft. Gisele fühlte sich zum Beispiel sehr, sehr unwohl: ”So eine Transe war noch nie so nah an mir dran, und die fassen einen dann auch immer gleich an.” Puh, ja, eklig.

Darf man sich von ausgerechnet von Heidi Klum einen Crashkurs in Gendertheorie erwarten? Wohl eher nicht. Und insofern ist es wohl ein echtes Knopf-im-Hirn-Highlight, wenn Rachel verzweifelt versucht, einen männlichen und doch femininen Ballett-Tänzer darzustellen.

Und weil wir gerade ein bisschen beim Thema sind: Es gibt inzwischen auch einen Fragebogen zum Casting von Germany’s Next MALE Model. Die Frage hab ich ja in letzter Zeit öfter mal im Expertenkreis erörtert: Was würde sich ändern, wenn das ganze mit Männern stattfinden würde. Der Fragebogen endet mit: “Kannst du dir Pfingsten 2008 komplett frei nehmen?”. Da glitzert also schon die Antwort als Silberstreifen am Horizont. Wenn zu den Typen dann bei Fotoshooting auch ein Fotograf meint: “Dreh sie, pack sie, hau ihr auf den Po!. Mach alles was ein Rocker macht!”, dann nehm ich das aber nicht so gelassen wie heute.

Und meine persönliche Ohnmachts-Attacke des Tages: Nach diesem Dialog “Immer ist irgendwas. Das ist alles so ein bisschen lustlos”. – “Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass wir im normalen Leben,… ein Fotoshooting mit so einer Transe würde ich niemals annehmen.” keine SMS-Nummer eingeblendet zu bekommen. Ich hätte mit meinem gesamten Taschengeld dafür gegeben, dass diese furchtbare Person vom Bildschirm verschwindet.

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Neonstift statt Topmodel

Donnerstag, 3. April 2008 13:29

Einer meiner Jobs führt mich gelegentlich in Schreibwarenabteilungen. Da kaufe ich dann neue Plakatstifte, Klebepunkte, so Sachen,… Weil ich aber sehr gerne einkaufe, und weil mich Schreibwarenabteilungen  irgendwie immer an die Schule erinnern und ich da ja doch ganz gerne hingegangen bin: Ich kaufe eigentlich auch immer Zeug, das ich gar nicht brauche. Das ist manchmal sehr ärgerlich, aber heute war das Glück mir hold. Ich hab dem Tintenkiller widerstanden und zu dem hier gegriffen:

All Neon Like

Dicke Neon-Farbstifte!!! Isn’t that cute?

Die brauch ich zwar genausowenig wie einen Tintenkiller (oder hieß das Tintentod?), aber sie schaun viel, viel schicker aus.

Weil aber jedes Ding zwei Seiten hat,… ich kann zwar übers Wochenende versuchen, Flipcharts mit neon-grünen Rahmen zu verzieren, Germany’s Next Topmodel muss aber bis Sonntag warten. Ich geh mit meinen neuen Eddings auf Geschäftsreise.   

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Germany’s Next Topmodel mit echten Models

Donnerstag, 27. März 2008 23:20

Elena ist raus. Das muss man an den Anfang stellen, weil es wohl schon in zehn Minuten alle wieder vergessen haben werden. Außer Heute, das wird wahrscheinlich morgen um “unsere Elena” trauern. Sonst wird das wohl keine großen Wellen schlagen. Bei Stefan Raab hat die Publizistik-Studentin dann im Anschluss noch ein bisschen darüber geschimpft, dass PRO7 ja nie was von ihr gezeigt hätte und dass es dann ja kein Wunder sei, wenn sie langweilig rüberkommt. Da hat sie zwar auf der Uni gut aufgepasst, eine Casting-Show ist aber eben keine SpitzenkandidatInnen-Runde vor einer Nationalratswahl. Elena, die senden halt einfach, was sie glauben das fetzig rüberkommt. Und die dürfen das.

Was ist sonst passiert? Die Topmodels wurden nach New York geflogen. Gisele fand das so “unglaublich und unwillkürlich”, dass sie gar nicht mehr wusste, bei welchem Taxifenster sie rausschaun sollte. Aber damit noch nicht genug der Aufregung, nein. Kaum angekommen, durften die 14 auf ein Konzert des “internationalen Popstars Seal”. Na hoffentlich haben sie alle das alte Seal-Promo-Zeug das ihnen Heidi Klum gleich in der ersten Folge geschenkt hat, in den Koffer geschmissen. Ich finde, wer Seal im Hard Rock Cafe singen sieht, sollte dabei unbedingt Seal-Uhren und Seal-Sonnenbrillen tragen. 

Es folgten ein paar echte Castings mit echten Models und echten Kunden. Ein paar echte Nervenzusammenbrüche und ein echtes Löwenbaby, ein echter Falke und ein echter Affe beim Fotoshooting am Zebrastreifen. Gisele erwies sich dabei leider als,… naja,… psychisch etwas auffällig. Und nein, Gisele, dem Affen war nicht kalt, er war nicht arm und es war keine Tierquälerei. Nachdem sie letzte Woche hier bei mir schon von einem oder einer mir nicht näher bekannten “Dom” als Klobesen bezeichnet wurde, wird ihr das wohl in der ungnädigen Zuschauerschar weiter Sympathiepunkte kosten. 

 

“Gisele, wir wollen dich nicht mehr sehen”, meinte Heidi Klum dann zur Strafe bei der wöchentlichen Rauswurf-Zeremonie. Die verlor daraufhin erneut ziemlich viel Flüssigkeit, hatte aber für solche Fälle auch schon einen kleinen Abschiedsbrief vorbereitet und übergab den auch unter Dankesschwüren, weil es wäre ja trotzdem eine schöne Zeit gewesen, an Frau Klum. Dabei war doch alles nur ein… Missverständnis. Küsschen von Heidi und mit ganz viel Lippenstift aus der Stirn ab zurück in den Model-Warteraum.

Nur ein Rauswurf also heute. Das heißt, wir sind dem Ende nur einen sehr kleinen Schritt näher gekommen. Dafür erwartet uns nächste Woche der “Kannst du’s auch zu zweit”-Test, bei dem alle auf einen jungen überstylten Kerl draufklettern müssen, hin- und hergerissen zwischen der Angst vor der Eifersucht des daheimgebliebenen Boyfriends und der potentiellen Erektion des gerade Bekrabbelten. Da spielten sich in der letzten Staffel ja ergreifende Szenen ab, auf dem Elefanten. Gisele freut sich im Trailer: “Ich bin schon ganz schön schwitzig, sag ich mal”. Gisele? Und das Highlight mit Ansage: Gina-Lisa und Sarah werden getrennt. Eine fliegt. Super!

Aber. Ich will weder Heidi, noch die Models nochmal beim Laufsteg-Training in schwarzen Strumpfhosen sehen. Dafür bitte endlich mehr Peyman, von mir aus auch mehr Rolf. Wofür werden die bezahlt?

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“Ich kaufe lieber Pferde ein”

Donnerstag, 20. März 2008 23:18

Pfff,… ja. Ich hatte zwei persönliche Lieblinge.  Jetzt ist die eine rausgeflogen und wird in ihr altes Leben als Promoterin nach Sachsen zurückkehren. Dafür hat die andere kurze, blonde Haare gekriegt und schaut aus, als wär sie eben mit einem Saxophon in der Stu-Stu-Studioline-Werbung durch die Papier-Deko gesprungen.

Kleb-Schoko

Im Auftreten tut ihr das scheinbar gut. Das kleine Hascherl kann sich nicht mehr hinter ihrer Augenhaarsträhne verstecken. Jennifer etabliert sich damit zusehends im Kreis meiner Favoritinnen. Aber ist sie wirklich Kleb-Schoko

Penthouse-Aline musste gehen (und damit ist die Sendung ab sofort auch wieder sauber), Gisele hat sich ein paar Sympathiepunkte geholt (obwohl sie meinte, sie kauft lieber Pferde als Kleider, weil die zwar etwas teurer sind, man aber länger etwas davon hat), und Gina-Lisa wird sich wohl noch mit ihrer neuen Frisur anfreunden. Eigentlich eine etwas langweilige Folge. Aber möglicherweise war ich auch nur ein bisschen zu abgelenkt.

Vielleicht wird das ja nächste Woche wieder etwas spektakulärer. Man fliegt immerhin nach New York, und die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eine wenigstens ordentlich Flugangst hat ist ja gegeben. Und es spricht einiges dafür, dass sich nach dem Ausscheiden einiger wichtiger Persönlichkeiten gerade neue Grüppchen formieren. Ein bisschen mehr offene Feindschaft kann ja auch was hergeben.

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Heute zweimal

Donnerstag, 20. März 2008 19:49

Erst Dienstag abend ist in einer lustigen Runde die Frage aufgekommen, was eigentlich aus der mit großen Getöse angekündigten Talk-Show mit Natascha Kampusch auf Puls4 geworden ist. Sollte die nicht längst gestartet sein? Nein, sollte sie nicht, weiß schon tags darauf das, zwar nicht immer ganz richtig, aber trotzdem immer bestens informierte Gratis-Magazin “Heute“.

Bis 4. April hätten sich die Macher ursprünglich Zeit gegeben. Daraus wird jetzt aber wohl nichts. Heute wollte gestern überhaupt bereits erfahren haben, dass das Projekt inzwischen auf Eis gelegt sei. “Keine TV-Show für Kampusch?” hieß es da, und man munkelte, die 19-jährige habe sich bei den Proben “was Sprache und Habitus betrifft als moderationsuntauglich erwiesen”. Also echt jetzt: Damit konnte ja vorher wirklich niemand rechnen.

TV-Show für Natascha Kampusch

Im Standard meldet sich heute Puls4-Geschäftsführer Martin Blank zu Wort. Das seien “reine Spekulationen”, man halte durchaus am Plan fest, die Sendung zu starten. Halt noch nicht gleich. Vielleicht wird es auch Mai.

Heute wird sicher am Ball bleiben. Und wir können uns entspannt zurücklehnen und uns inzwischen einem anderen TV-Highlight widmen. Immerhin ist heute Donnerstag, und da weiß die U-Bahn-Begleiterin nicht nur, dass Umstylen am Programm der Möchtegern-Topmodels steht, sondern auch, dass es ein “Angels & Demons”-Shooting geben wird. Und die Spione im Dienste Heidi Klums haben noch mehr Pfui-Gack-Bilder von Aline gefunden. Na die wird wieder schimpfen.

Bravo Aline

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