Das Glück … ist ein Vogerl. Ein deppates.
Montag, 11. Mai 2009 21:15
Zurück in Wien, raus aus dem Zug, hinaus auf den Parkplatz. Herzinfarkt. Also fast. Wo ich am Freitag die Vespa geparkt hab herrscht gähnende Parkflächenleere. Ein Blick aufs Tafeln verrät warum: Wo man nur zum Ein- und Aussteigen halten darf, darf man halt nicht parken. Eh. Ding Ding Ding macht die Kasse in meinem Kopf, denn ich weiß aus Erfahrung zwei Dinge. Erstens: Ein abgeschlepptes Motorrad kostet knapp 200 Euro. Zweitens: Die Abschleppfirma macht das Ding dabei manchmal kaputt. Behaupte ich jetzt, weil die behaupten natürlich, das waren sie nicht. Und deswegen (nochmal Ding Ding Ding) muss man dann den Schaden selbst bezahlen.
Eine knappe Stunde später am Abschleppauto-Sammelplatz in Simmering komm ich mir dann vor wie bei der Einreise in die USA. Kontakt mit Menschen die dort arbeiten grundsätzlich nur durch Panzerglas. Immerhin kann man mit Kreditkarte zahlen. Und bekommt professionelle Unterstützung bei der Suche nach seinem Fahrzeug. “Segns dort hinten den Verschlog? Do drin.”
Auf dem Weg dorthin (und der ist lang) gibt’s dann noch wundersames zu sehn: Scheinbar werden nicht nur Autos und Motorräder abgeschleppt, wenn sie falsch geparkt sind. Da stehen auch Tausende von Einkaufswagerl, fein säuberlich nach Supermarktkette geordnet.

Wo kommen die her? Warum will der Merkur die nicht zurückhaben? Wurden die von bösen Punks in einer Ladezone abgestellt?
Und dann steht sie da, neben einer kleinen artverwandten Leidensgenossin. Und natürlich: Schwer angeschlagen. Ich weiß nicht wie sie das machen (also eigentlich weiß ich es schon, sie hängen den Haken halt beim Lenker ein und ziehen an, die Säcke), aber wie beim letzten Mal: ausgedrehter Lenker. Wenn man genau schaut sieht mans sogar auf dem Foto. Fährt man geradeaus, leuchtet man konsequent nach Rechts. Hält man den Lenker gerade, geht’s schnurstracks in den Gegenverkehr. Spitze gemacht, liebe MA48. Freut mich sehr.

Und diesmal wird’s bezahlt meine Lieben.
