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Markus beim Marathon

Sonntag, 27. April 2008 12:53

Nachdem hier offensichtlich gerade Sportwochen ausgebrochen sind, kann ich das Großereignis dieses Wochenendes natürlich auch nicht unbeachtet lassen. Der Vienna City Marathon hat heute nicht nur den Verkehr lahm gelegt, sondern auch 30.000 Menschen dazu gebracht, in aller Herrgottsfrüh aufzustehen und zum Start bei der Reichsbrücke zu fahren. Also 30.001, weil ich war ja auch dabei.

Im Gegensatz zu einem lieben Kollegen, den ich zwar im Getümmel nicht gesehen habe, der aber zumindest vor hatte mitzulaufen, war ich ja eher auf der gemütlichen Seite unterwegs und verfolgte das alles vom Straßenrand.

 Und da wurde ich Fan von einem Ding, von dem ich bisher nichts gehört hatte: Dem Schlusswagen. Der Schlusswagen - das hab ich heute Nacht auf der Website des VCM gelernt – fährt in einer konstant niedrigen Geschwindigkeit die Strecke ab und bildet sozusagen das Ende des Feldes. Fällt ein Läufer oder eine Läuferin hinter den Schlusswagen zurück, dann hat sie insofern Pech gehabt, als hinter dem relativ sofort alle Straßensperren aufgehoben werden und man sich somit augenblicklich an die Straßenverkehrsordnung halten muss.

Wird man also vom Schlusswagen überholt, muss man also bei jeder Ampel warten bis es grün wird, muss runter von der Straße auf den Gehsteig,… Da geht dann nichts mehr von wegen das Feld von hinten aufrollen oder so. Entsprechend dramatische Szenen hatte ich mir erwartet.

Schluss mit lustig

Der Schlusswagen fährt allerdings tatsächlich derart langsam, dass ich ihn erstens nur einmal kurz zu Gesicht bekommen hab (und da waren scheinbar noch alle in Top-Verfassung und sind dem ziemlich locker davongelaufen), und zweitens das Gefühl hatte, dem kann man mit ein bisschen gutem Willen auch davongehen. Ein eigenes Spiel im Spiel daher auch das herzhafte Anfeuern des Schlusswagens: “Wos is oida? Zah on!” – Ich möcht da ja nicht drin sitzen.

Danke der verwinkelten Streckenführung schafft man es zu Fuß auf direktem Weg ja locker, schneller im Ziel zu sein als die LäuferInnen. Und Zieleinläufe von Laufveranstaltungen kann ich ja sowieso nur empfehlen. Ich war letztes Jahr schon bei dem vom Wiener Frauenlauf, da ist dann immer herrliche und ganz gelöste Stimmung. Alles voller Heldinnen.

 Business-Handy

Sehr schön wars. Aber zwei Anregungen an die Veranstalter hätte ich:

1. Es ist schön, auch junge Menschen zum Sport zu bringen (hab ich das eben gesagt?), und es ist wichtig, Sponsoren zu finden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die 15-jährigen, spätpubertären Mädchen vom tele.ring-Staffellauf mit ihrer “Weg mit dem Speck”-Startnummer wohl gefühlt haben. Ausgesehen haben sie nicht so.

2. Es kommt etwas komisch, wenn man bei der Musik im Zielbereich – nach Robbie Williams, Duffy und Also sprach Zarathustra – genau in dem Moment Rose Laurens “Africa” spielt, in dem fünf Kenianer in Folge durchs Ziel laufen. Und wenn schon, dann hätt ich auch gern irgendein Karpaten-Lied gehört, als die Rumänin als beste Frau das Ziel erreicht hat.

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Bring en hei!

Samstag, 26. April 2008 22:42

Da hab ich mir jetzt was angefangen. Songs zur Fußball-EM. Das ist ja alles ganz unglaublich. Um es kurz zu machen: Reinhard Fendrich singt einfach so. Ohne offiziellen Background. Die Geschichte ist damit auch schon zu Ende. Klingt auch nicht so, als würde man das oft hören.

BaschiAber es gibt eine echte Eurovisions-Hymne. Von Baschi nämlich. Baschi? Ja, Baschi. Der ist Schweizer und hat dort 2003/04 bei der ersten Staffel von MusicStar mitgemacht. Das ist eine Schweizer Variante von Starmania. Er hat zwar nicht gewonnen, ist aber trotzdem super erfolgreich (das hat er jetzt wieder mit Christina Stürmer gemeinsam, die ja auch einen EM-Song macht. Voll crazy!) und er hat schon zur Fußball-WM 2006 in Deutschland den Song “Chum bring en hei!” abgeliefert. Das bedeutet natürlich auch, dass ich mich hiermit zwangsweise als Voll-Nicht-Auskenner oute. Weil ich hab davon bis jetzt gar nichts mitgekriegt. Wer die letzten zwei Jahre über irgendwo Schweizer Fußball-Fans gesehen hat, kennt die Geschichte wohl schon. Egal.

Den Schweizern und -innen gefällt das immer noch so gut, dass es auch zwei Jahre später noch die Titelmelodie der Schweizer Hälfte der Fußball Doku-Soap “Das Match” (also: “Der Match“) wurde. Und -- ha! -- offizielles EM-Lied der Schweiz. Könnte uns jetzt eigentlich egal sein, weil war es ja 2006 auch. Könnte es, wenn da nicht zwei Kleinigkeiten wären. Erstens: Mario Lang (auch mal bei Starmania gewesen, der junge Mann mit dem komischen Blick, ihr könnt euch erinnern), hat das “übersetzt” und singt eine normal-deutsche Version, “Bring ihn heim”. Einen gemeinsamen Auftritt der beiden gabs dann neulich bei der Verleihung der Amadeus-Awards. Das Video ist glaub ich eher von Mario-Fans…

Aber gut, das war erst Erstens. Zweitens, und das ist wohl nochmal breitenwirksamer: Oliver Pocher macht das auch. Bei ihm heißt das dann “Bringt ihn heim”. Mit T. Ich hasse Oliver Pocher. So sehr, dass ich es grad komisch finde, dass ich das auf dieser Seite noch nie wo untergebracht habe. Das wäre hiermit also auch erledigt.

Und nachdem ich mir jetzt alles ein paarmal angehört hab: Diesem Lied -- egal in welcher Variante - werden wir wohl alle miteinander nicht entkommen.

Ich bin übrigens unterm Strich natürlich für die Original-Version von Baschi. Und weil wir vorher schon beim Thema seltsame Pressetexte waren: “Offenheit und ein gesundes Selbstbewusstsein gehören für den jungen Künstler zum natürlichen Selbstverständnis eines jungen Schweizers wie Brot und Käse zum Fondue.”

Baschi veröffentlicht Songs, die heißen “Fürs Volk”, “Heimat” und “Bereue Nüt”. Das wirkt jetzt natürlich erstmal ausgesprochen seltsam. Aber dann gibts da auch so interessante Song-Texte wie diesen:

Ich wär so gern e Pornostar us de 70er Johr
Ich würd so gern e Sekte ha wo’s nur um’s Bumse goot
Ich, nume ich, wär dr einzig Maa wo immer cha
Ich hätt so gärn e fette Charre, fett Chohle und es paar at Ohre

Wenn das Gott wüsst, er würd vom Himmel gheie
mir dr Sack langzieh und dr Schwanz umdräihe
Wenn das Gott wüsst, er würd d’ Wält versänke
jedem Mänsch uf dere Wält e Tripper schänke

Anhören kann man sich das alles am besten auf seiner Website.

Irgendwie mag ich den.

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Shaggy, I Hoi Di Mit Meim Traktor O

Samstag, 26. April 2008 20:44

Ha, da denkt man mal, man kennt sich aus, und dann stellt sich raus, dass das alles irgendwie ganz anders ist. Also was heißt anders,… komplizierter halt als gedacht. Das mit den EM-Songs, den “offiziellen”. Reinhard Fendrich hat einen offiziellen EM-Song, Christina Stürmer hat einen offiziellen EM-Song, wahrscheinlich haben noch viele andere einen von dem ich noch nichts weiß. Sicher hat aber Shaggy ZWEI.

Jawohl. Nach Shaggy feat. Trix & Flix (“Superstar”) gibt es noch einen neuen. Der wurde erst die Tage präsentiert, ich hab das am Rande mitgekriegt und mir gedacht, das ist der den ich schon kenn. Aber inzwischen weiß ich: Nein. Ist er nicht. Das offizielle Lied zur Fußball-EM der Männer 2008 (dieser Woche) heißt “Feel The Rush”.

Guckst du da:


Shaggy – Feel the Rush (Offizieller EM Song) – MyVideo

Und ja. Kein Trix, kein Flix, keine unbewohnten Häuser. Dafür jede Menger Österreich-Klischees, die aus der Feder eines Karl Moik stammen könnten.

Shaggy startet im Video nämlich in der Karibik. Lebensfreude, Strand, Sonne, alles da. Die Klischees also wohl genauso dumm gewählt, aber sympathischer. Dann fliegt Shaggy nach Österreich (warum auch immer) und am Ende gibts dann Most aus einem grünen Keramik-Krug (wenigstens kein Gmundner), einen Empfang wie in Franz Antels 60er-Jahre Komödie “Im Schwarzen Rößl” und eine dazupassende Fahrt mit Traktor und Anhänger. Wie man halt Menschen transportiert in den … ähm … Alpen.

Das Video hier endet nach zweieinhalb Minuten. Vielleicht passiert am Ende ja noch etwas sehr Versöhnliches. So würde ich es Shaggy jedenfalls nicht verübeln, falls er schnell die Sonnenbrille wieder aufsetzen und zurück ans Meer jetten würde. Pörtschach, genau. Wollte ich auch immer schon mal hin.

Da hat die Kärnten-Werbung also ordentlich Geld in die Hand genommen, und kommt damit auch schon zu ihrem zweiten Auftritt hier. Und weils eines der Top-Deppaten-Enden eines Pressetextes ist, auch das noch:

Warum gerade der Jamaikaner Shaggy den Song zur EM singt, erklärten die UEFA EURO 2008[TM] Maskottchen Trix und Flix so: “Er ist einfach unser absoluter Lieblings Sänger und hat den Rhythmus im Blut den man haben muss, um toll Fußball zu spielen.”

Das ist ja nicht mal irgendwie logisch.  Volltext gibts hier, inklusive einem Stückerl echter Aufklärung: “Feel The Rush” ist der offizielle UEFA EURO 2008™ Mascots Song. Was das vom Fendrich ist, find ich auch noch raus.

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Lass die Euro raus!

Montag, 21. April 2008 0:17

Lass die Euro raus!Grundsätzlich kann man ja davon ausgehen: Wo viel Polizei ist, ist immer was los. Und es können jetzt auch die gestrigen Ereignisse nichts dran ändern: Wenn ich wo viele Polizeibusse stehen sehe, dann will ich da hin. Und es waren wirklich sehr, sehr viele solcher Busse, die heute Abend die Wiener Innenstadt belagert haben. Alle aber strategisch gut so platziert, dass die, wegen derer sie da waren eigentlich kaum was davon mitbekommen haben.

Wie sich herausstellte, handelte es sich allerdings nicht wie spontan vermutet um eine pro oder contra Tibet oder China Demonstration, sondern um eine Fußball-Meisterschaftsfeier. Da werd ich also nach 30 fußballfernen Lebensjahren ausgerechnet in dem jahr, in dem die Fußball-EM in Wien stattfindet, auf meine erste Meisterschaftsfeier gelockt. Von der Polizei. Das fand ich seltsam genug, um gleich ein bisschen zu bleiben. Obwohl es sehr grusig war.

Ich kann mich übrigens noch gut daran erinnern, dass ich meinem Papa als kleiner Zwerg einmal bis in die Badewanne nachgelaufen bin, weil ich so aufgeregt war, dass in der Tabelle Austria Wien vor Rapid Wien geführt hat. Nachdem ich damals wie heute sportlich eher auf der Winterseite daheim war, hielt ich eine österreichische Doppelführung für total bemerkenswert. Tja,… wo sind die Zeiten. Egal, Rapid ist übrigens heute Meister geworden. Soviel hat sich also die letzten 25 Jahre gar nicht verändert.

Frau Stenzel weilt scheinbar gerade irgendwo in einem kleinen Waldschlösschen auf Urlaub, sonst hätte die strenge Frau Bezirksvorsteherin glaub ich nicht erlaubt, dass es da am Stephansplatz so zugeht. Wie Silvester mit ein bisschen weniger Menschen. Dafür brannte sogar hoch oben im Haas-Haus zur Freude der Menge Bengalisches Feuer. Ein echter Exzess!

Bis jetzt hab ich mir ja immer gedacht, ich bild mir das nur ein, dass das schlimm werden wird, zur Fußball-EM. Und dass es sicher nur halb so wild ist, so wie ich praktisch neben dem Finalstadion und Wiens zweitem großen Public Viewing Areal auf der Kaiserwiese zu wohnen. Inzwischen glaub ich ja, es wird tatsächlich ganz furchtbar. Da können Shaggy, Trix & Flix noch so ein lustiges Video zum EM-Song ins Rennen schicken. Das ist alles nur Fassade (und außerdem nicht halb so gut wie Forca). 

Der Hinterhof in dem sich das Drama mit dem verlorenen Ball abspielt wirkt außerdem -- wahrscheinlich weil von so vielen hilfsbereiten (ich hatte ja ganz vergessen, was das für eine schöne Geschichte ist!) Menschen bewohnt -- viel sympathischer als dieses gespenstische, menschenleere “Alpendorf“. Trix und Flix haben ja nicht mal Möbel in ihrem Haus, man sieht es ganz genau!

Die beiden Lieder sind übrigens ziemlich auf die Sekunde genau gleich lang. Für vergleichende Studien (die durchaus lohnen) empfehle ich deshalb das gleichzeitige Abspielen, Ton natürlich von Nelly, Trix & Flix auf Mute. Enjoy.

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Freeze

Dienstag, 19. Februar 2008 23:11

Josef

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Boots

Donnerstag, 14. Februar 2008 20:47

Boots

Vier Tage Löskaffee, wir kommen!

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