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Ein Helm wie eine Techno-Königin

Samstag, 2. April 2011 21:01

Mein Vespa wurde geklaut. Für Menschen die mich kennen ist das nichts neues, weil ich seit dem Tatzeitpunkt (also November) eh keine Gelegenheit auslass, mein Leid zu klagen. Für alle anderen: IRGENDWELCHE SCHWEINE HABEN MEINE VESPA GEKLAUT!

Es ist also seit Monaten ein Platz frei in meiner Herz-Garage. Und wie alle Eltern, die einmal versehentlich auf ein Meerschweinchen getreten sind wissen: Man kann nicht einfach nochmal das gleiche Ding kaufen und so tun als wäre nichts passiert. Also muss ein neues Bike her. Ein Bike? Jawohl. Schluss mit durch die Stadt rollen! Ab sofort wird durchgängig geprotzt.

Bevor jetzt diese Großinvestition über die Bühne gehen kann, braucht es natürlich gewisse Vorbereitungen. War ja ein bisschen Zeit von November bis jetzt, deshalb ist das auch alles schon recht weit gediehen. Das richtige Bike ist gefunden, aktueller Status: Ein Wochenende Probefahrt.

Stellt sich gleich die nächste Hürde: Mit meinem süßen kleinen Vespa-Jethelm kann ich damit nicht stilecht rumfahren. Deshalb hier das erste Stück in meiner noch zu schaffenden Gear-Sammlung: MEIN HELM!

Er kommt aus Japan und heißt ein bisschen so wie eine Techno-Königin. Er war ganz schön teuer, aber er gefällt mir gut und wiegt gerade mal ein Kilogramm. Was will man mehr?

Ich ahne ja langsam, dass das schöne Stück nicht lange alleine bleiben wird. Dass sich Schuhbänder von Sneakers anscheinend recht leicht in der Gangschaltung verfangen, hat mir zum Beispiel schnell gezeigt, warum es Motorrad-Stiefel gibt. Und außerdem darf man natürlich nicht vergessen, dass ich jetzt endlich einen ordentlichen Grund hab, mir eine Lederjacke zuzulegen. Den kann man auch nicht einfach so sausen lassen.

Da gibt’s also doch noch ein paar Folgekosten. Midlifecrises ist wohl eines der teuersten Hobbies der Welt!

Bis alles rundum protected ist, fahr ich natürlich nochmal vorsichtiger als sowieso. Das ausgeborgte Bike ist ja noch dazu nicht meines. In einer fabriksneuen Variante könnte es das aber bald werden. Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten haben wir uns inzwischen nämlich ganz schön lieb!

Es kommt auch aus Japan und heißt Hornet. Es ist auch ganz schön teuer, aber es gefällt mir ausgezeichnet gut und wiegt so an die 200 Kilogramm. Was will man mehr?

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Das Glück … ist ein Vogerl. Ein deppates.

Montag, 11. Mai 2009 21:15

Zurück in Wien, raus aus dem Zug, hinaus auf den Parkplatz. Herzinfarkt. Also fast. Wo ich am Freitag die Vespa geparkt hab herrscht gähnende Parkflächenleere. Ein Blick aufs Tafeln verrät warum: Wo man nur zum Ein- und Aussteigen halten darf, darf man halt nicht parken. Eh. Ding Ding Ding macht die Kasse in meinem Kopf, denn ich weiß aus Erfahrung zwei Dinge. Erstens: Ein abgeschlepptes Motorrad kostet knapp 200 Euro. Zweitens: Die Abschleppfirma macht das Ding dabei manchmal kaputt. Behaupte ich jetzt, weil die behaupten natürlich, das waren sie nicht. Und deswegen (nochmal Ding Ding Ding) muss man dann den Schaden selbst bezahlen.

Eine knappe Stunde später am Abschleppauto-Sammelplatz in Simmering komm ich mir dann vor wie bei der Einreise in die USA. Kontakt mit Menschen die dort arbeiten grundsätzlich nur durch Panzerglas. Immerhin kann man mit Kreditkarte zahlen. Und bekommt professionelle Unterstützung bei der Suche nach seinem Fahrzeug. “Segns dort hinten den Verschlog? Do drin.”

Auf dem Weg dorthin (und der ist lang) gibt’s dann noch wundersames zu sehn: Scheinbar werden nicht nur Autos und Motorräder abgeschleppt, wenn sie falsch geparkt sind. Da stehen auch Tausende von Einkaufswagerl, fein säuberlich nach Supermarktkette geordnet.

Abgeschleppte Einkaufswagerl in Simmering

Wo kommen die her? Warum will der Merkur die nicht zurückhaben? Wurden die von bösen Punks in einer Ladezone abgestellt?

Und dann steht sie da, neben einer kleinen artverwandten Leidensgenossin. Und natürlich: Schwer angeschlagen. Ich weiß nicht wie sie das machen (also eigentlich weiß ich es schon, sie hängen den Haken halt beim Lenker ein und ziehen an, die Säcke), aber wie beim letzten Mal: ausgedrehter Lenker. Wenn man genau schaut sieht mans sogar auf dem Foto. Fährt man geradeaus, leuchtet man konsequent nach Rechts. Hält man den Lenker gerade, geht’s schnurstracks in den Gegenverkehr. Spitze gemacht, liebe MA48. Freut mich sehr.

Immer schön auf den Gehsteig leuchten.

Und diesmal wird’s bezahlt meine Lieben.

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Je n’ai besoin de personne en Harley Davidson

Samstag, 9. Mai 2009 13:49

Da wartet meine Mama in Oberösterreich auf meinen Muttertagsbesuch, und ich sitz hier fest, weil alle Straßen gesperrt sind. Harley-Treffen in Wien. Grimmig schaun nicht vergessen!

Harley Davidson Treffen in Wien

Ich hab ja schon Vespa-Treffen nicht verstanden. Sowas gab’s in meiner Jugend. Ich hab mich immer gefragt, was man da macht. Und warum man andere Leute treffen will, nur weil die das gleiche Dings besitzen wie man selbst. Es gibt ja auch keine H&M-Hemd- oder American Apparel-Unterhosen-Treffen. Keine Ausgemachten zumindest.

Den Mythos Harley schnall ich auch nicht, aber immerhin schaut’s lustig aus. Meine jugendlichen Erfahrungen als Jung-Vespa-Fahrer sagen mir allerdings, dass Menschen mit “richtigen” Motorrädern Vespa-Fahrer ziemlich luschi finden. Damals wurde man auf Kirtagen mit Schaumrollen beworfen und es empfahl sich ein manueller und olfaktorischer “Hat mir jemand in den Helm gepisst”-Test, wenn man den Roller mal unbeaufsichtigt wo stehen lassen hat. So wild sind die Zeiten wohl nicht mehr, und Wien ist im Vergleich zum Sauwald ja auch ein sehr kosmopolitisches und tolerantes Pflaster. Trotzdem hab ich beschlossen, mit meiner Fahrt zum Bahnhof ein bisschen zu warten bis die Luft wieder rein ist.

Harley Davidson Treffen in Wien

Und Mama, ich komm dann erst am Abend…

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Benzindiebe II

Montag, 25. Februar 2008 22:19

Put, Put, Put!Lustige Mechaniker, Teil 1: “Schaun Sie, bei ihrer Vespa müssen sie den Öl-Messstab nicht nur reinstecken, sie müssen ihn auch ganz reindrehen, und dann wieder rausziehen, und dann muss das Öl auf Maximum sein. So wie Sie das gemacht haben… Sie haben das nur reingesteckt… da haben Sie dann einen halben Liter Öl zuviel drin. Das ist dann über Maximum. Sehen Sie. Da haben Sie zuviel Öl eingefüllt” – “Aha. Aber… ich hab das noch nie angerührt. Sie haben vor einem halben Jahr da Öl reingegeben!”

Lustige Mechaniker, Teil 2: “Die haben mir echt das Ding da auf der Seite rausgerissen und 3 Liter Benzin geklaut? Kann das nicht irgendwie so rausfallen oder abreißen?” – “Nein, das reiß so nicht ab. Das hat jemand rausgerissen” – “Passiert sowas oft?” – “He, haben wir das schon einmal gehabt, dass wer bei einer Vespa von unten den Benzin rausholt? Was? … Ja? … Nein. Das war das erste mal.”

Falls das jetzt modern wird, hab ich wohl die Indexvespa. Soll ich das jetzt anzeigen? Zahlt das die Versicherung?

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Benzindiebe

Freitag, 22. Februar 2008 22:32

Mon Cherie

“Da hat Ihnen jemand das Benzin geklaut”, meinte heute ein freundlicher Herr aus der Werkstatt. Und er schien gar nicht sonderlich überrascht zu sein. Im Gegensatz zu mir. Aber er erlebt das anscheinend öfter.

Jetzt ist das ja so: In so einen Vespa-Tank passen vielleicht 9 Liter Sprit. Sagen wir, das Ding war halb voll. Sagen wir, ein Liter Benzin kostet einen Euro. (Oder gibt es da einen eigenen Schwarzmarktpreis?). Macht also etwa: 5 Euro Gewinn auf der Seite der Bösen.

Eine halbe Stunde Arbeitszeit in der Werkstatt fürs Wiederzusammensetzen von Benzinhahn, Schläuchen und Was-weiß-ich-was, und eine neue Batterie, weil die alte – zum Stillstand verdammt – mit der Zeit ihren Geist aufgegeben hat. Macht 120 Euro Verlust auf der Seite des Guten.

Ist das fair? Ich finde nicht. Wenn mir mein Fahrrad geklaut wird, dann halten sich Gewinn und Verlust wenigstens halbwegs die Waage.

Ich spar jetzt also ein bisschen übers Wochenende, bin ab nächsten Montag wieder auf zwei Rädern unterwegs und werde zur Sicherheit ein sehr giftiges Mon Cheri und eine alte Grußkarte in der Nähe des Benzinhahns platzieren.

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Peinlich?

Mittwoch, 20. Februar 2008 16:03

benzin.jpg

I, wo?

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