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Einsatz in vier Wänden für Dummies

Dienstag, 9. Juni 2009 20:52

Tine Wittler würde sich ja im Grabe umdrehen, wenn sie meine jetzige Wohnung sehen könnte. Und schon tot wär. Ich bin kein innenarchitektonisches Talent. Nicht, dass ich keinen Geschmack hätte, da kann ich schon mithalten, glaub ich. Ich kann nur leider nichts aussuchen. Wenn ich ein Bett seh, kann ich sagen “schön” oder “schirch”. Aber wenn in einem Möbelhaus 30 nebeneinanderstehen, dann seh ich die als Ganzes. Und in einem Schlafzimmer mit 30 Betten will ich nicht wohnen. Da kann ich ja gleich in eine Jugendherberge gehn. Also: “schirch”. Ich seh da einfach nix mehr einzeln. Das kann ich nicht. Es fehlt jedes Vorstellungsvermögen, wie das eine Stück dann mit dem anderen da drüben ohne das Zeug in der Mitte am Ende aussehen würde.

Bis jetzt konnte ich damit ja ganz gut leben. So oft kauft man sich ja keine neuen Möbel. Aber jetzt heißt ja umziehen. Und in der neuen Wohnung ist ja erstmal gar nichts. Kein Boden, keine Küche, nix. Da müssen also viele Entscheidungen getroffen werden. Und das kann man ja auch nicht ewig aussitzen. Am 9. Juli ist Schlüsselübergabe bei Wohnen am Park, und da sollte dann doch langsam auch mal irgendwas rein in das kahle Ding.

Küche leer

Die Boden-Entscheidung ist ja schon vor ein paar Wochen auf klassisches Eichenparkett gefallen. Die Küche steht immer noch aus. Da hat leider gar nichts geholfen, ich brauchte Beratung. Für Menschen wie mich, die sich sogar ihre Pizza am liebsten online bestellen, eine echte Herausforderung. Ich mag das nicht. Das ist natürlich etwas seltsam, aber was soll ich machen. Ich kann ja schlecht fünf Jahre lang nur mit Wasserkocher und Sandwichmaker über die Runden kommen.

Zum Glück gibt’s ja inzwischen auch in der Möbelbranche elektronische Datenverarbeitung und Grafikkarten. Und irgendwie hab ich’s geschafft, dass ich mir die neue Küche am Ende doch online aussuchen konnte. Der nette Mann hat mir einfach drei Entwürfe gemailt. Und wenn man nicht alle Bilder gleichzeitig öffnet, dann sieht man immer nur eine Küche nach der anderen. Und da kann ich dann wieder sagen “schön” oder “schirch”.

Und das da find ich ja ganz “schön”:

Küche voll

Über den Preis muss ich mich am Freitag dann doch nochmal mit dem Gestalter unterhalten. Vielleicht kann man die Nudeln, das Brot, die Weinflasche und den Fernseher ja noch weggeben. Dann kommen wir da schon zusammen. Hoff ich.

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Wohnen am Park? Wird wohl nichts im Mai…

Donnerstag, 12. März 2009 0:47

Die Gesiba schickt mir diese Woche ja jeden Tag einen Brief. Am Montag der dezente Hinweis, dass ich einen Teilbetrag  ein paar Tage zu spät bezahlt habe, inklusive Zahlschein für die Überziehungszinsen. Am Dienstag eine Bestätigung für’s Finanzamt, dass ich in diesem Jahr irre viel Geld für Wohnraumbeschaffung ausgegeben habe. Und heute jetzt die Mutter aller schlechten Nachrichten: Nix da mit Wohnen am Park schon im Mai. Vor Juli wird meine Wohnung wohl nicht fertig.

Bitte Warten!

Da hab ich mir gerade heute noch ein bisschen Sorgen gemacht, ob sich das mit der neuen, noch zu bestellenden Küche und der Lieferzeit noch ausgeht. Und ob ich eh nicht vergesse, meine jetzige Wohnung rechtzeitig zu kündigen. Jetzt kann ich erstmal froh sein, dass ich das noch nicht ganz übereifrig gemacht hab. Beides nämlich. Ich alleine wär ja wahrscheinlich noch wo untergekommen für zwei Monate. Aber ich kann mir ja schlecht dort mit meiner neuen Einbauküche eine Couch teilen.

Umzug also jetzt im Hochsommer. Mittelschön. Vor allem, weil ich emotional mit meinem jetzigen Hier schon ein bisschen abgeschlossen hab. Inzwischen hab ich zwar eingesehen, dass man doch noch manchmal abwaschen und staubsaugen und so Sachen machen muss. Spaß macht es allerdings keinen mehr.

Hält noch. Noch.

Und Nachrichten von plötzlich einstürzenden Stadtarchiven machen mir auch nicht gerade gute Laune angesichts der kleinen Risse in den Ecken. Ich hab hier die U2 im Keller!

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Kubistisch wohnen: Ein Traum aus Gips und Stahl

Dienstag, 18. November 2008 12:39

Ich rotiere ja grad ein bisschen vor mich hin, was Verträge mit Banken, Bauträgern und Bodenlegern betrifft. Und jetzt, wo schön langsam alles unterschriftsreif wird, wurde es Zeit, mir meine neue Wohnung doch noch mal genauer anzusehen. Immerhin gabs beim letzten Mal ja noch keine Treppe, und nur so von unten lies sich das angehende Schlafzimmer ja nur als Inneres des im Raum hängenden Gips-Würfels erkennen. Da konnte man sich heute schon viel besser vorstellen, wie das alles so aussieht wenns mal wirklich fertig ist.

Für die Stahltreppe muss ich mir wohl noch irgendwas überlegen. Und ganz in Weiß sollte die Sache am Ende auch nicht bleiben. Das schreit schon jetzt nach großen Zimmerpflanzen und einer bunten hohen Wand. Wie auch immer ich die anmalen soll. Falls irgendwelche schwindelfreien Kunst-StudentInnen mit langer Stehleiter sich wo austoben wollen, ich bin für Vorschläge offen…

Comicblog-Youngster Knosef ist extra früh aufgestanden, damit ich nicht wieder ganz allein auf die Baustelle musste, vielen Dank nochmal dafür.

Jetzt brauchts noch ein paar Unterschriften hier und Bestätigungen da, dann kann ich endlich meine Fliesen aussuchen und bei einem Küchenplaner vorstellig werden. Weil das soll dann ja auch mal was gleichschaun am Ende. Und einen Geschirrspüler haben, denn darum geht’s ja in erster Linie.

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Na, fetzig: Wohnen am Park

Freitag, 1. August 2008 23:02

Was bin ich für ein schlaues Kerlchen. Und eines mit ein bisschen Glück gleich noch dazu. Da wär ich um ein Haar praktisch unter die Südost-Tangente gezogen, dabei geht das ja auch viel besser. Es war ja doch noch eine kleine Ecke für mich frei, in meinem Lieblingsbezirk. Gut, ohne Terasse, und ich wohne zwar am Park, aber schau auf die Straße,… aber immerhin: Ich habe eine Treppe in der Wohnung. Das hat nicht jeder!

Jetzt schau ich mir seit drei Tagen im Minutentakt die Wohnungspläne an und reich sie an Freunde und Freundinnen weiter, die mir dann versichern müssen, dass das eine ganz tolle Wohnung ist. Inzwischen bin ich überzeugt.

Und natürlich fahr ich dauernd dran vorbei und schau nach, ob eh alles in Ordnung ist. Nachdem das Gerüst immer näher kommt, wird’s wohl nicht mehr lange dauern bis meine neue Bleibe dann sogar ein bisschen Verputz abbekommt.

Da ist mir jetzt erstmal auch ein bisschen egal, dass ich möglicherweise auf einer Giftmülldeponie wohnen werde. Was juckt mich das im vierten Stock? Nein Spaß,… bitte keine Fliegerbomben in meinem Garten!

Und nachdem meine angehende Neo-Nachbarin versprochen hat, dass ich eh immer(?) zu ihr Frühstücken kommen kann, fällt das mit Ohne-Terasse dann ja gar nicht weiter ins Gewicht.

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