Überall brennt’s

Samstag, 24. Oktober 2009 0:57

Da hat man’s mal eilig, weil man dringend einen Artikel über die brennende Uni schreiben soll, und dann,… ja dann steht man tatenlos vor der eigenen Haustür und traut sich nicht rein. Eine ohrenbetäubende Lüftungsanlage saugt Tiefgarage und Hausflure leer und ein noch ohrenbetäubenderer Alarmton treibt auch die Nachbarn auf die Straße. Feueralarm bei Wohnen am Park. Zwangspause.

Ein paar voll mutige bleiben draufgängerisch in ihren Wohnungen und lehnen im 8. Stock am Fenster. Versteh ich ja nicht. Viel deutlicher kann ein Haus nicht “Feuer” schreien. Warten die auf ein Sprungtuch?  Andere waren offensichtlich grad in der Sauna. Diese Fotos behalt ich für mich.

Hopp, hopp, hopp!

Ein paar Minuten später hatte sich auch die brennendste Frage geklärt: Muss man jetzt eigentlich die Feuerwehr selbst anrufen oder kommt die von allein? Können sich alle merken: Kommt von allein. Zwar erst nach ein paar Minuten, dafür aber ordentlich in Vollbesetzung. Sehr beruhigend.

Etwas irritierend waren allerdings die riesige Stretch-Limosine, die den Parkplatz auf der Flucht vor dem vermeintlichen Großbrand in atemberaubender Schrittgeschwindigkeit rückwärts verlassen hat und so den Feuerwehr-Konvoi zwei Minuten lang an der Weiterfahrt gehindert hat. Und dass doch ganz schön viele meiner Nachbarn um 21.30 schon im Pyjama flüchten. Wann gehn die schlafen?

Brave Mädchen und Buben retten mein Haus

Passiert ist glücklicherweise nix. Ob’s wirklich wo ein bisschen gebrannt hat oder nur irgendein Rauchmelder gaga war: Keine Ahnung. Gesehen hab ich nix, gerochen auch nicht. Und immerhin weiß ich jetzt, dass es ziemlich schwierig ist, in dem Haus ein Feuer zu verschlafen. Auch eine schöne Erkenntnis.

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Du, René …

Freitag, 16. Oktober 2009 1:09

Er war Kellner in Klagenfurt. Jetzt hat er Angst und traut sich – so News – nur noch in Ausnahmefällen aus seiner Wohnung (zum Fotoshooting am Wörthersee also beispielsweise). Warum? Weil er – so Bild – der Langzeitgeliebte von Jörg Haider war und, schlimmer noch, jetzt “auspackt”. Und Auspacken kommt in Klagenfurt bekanntlich nicht so gut.

Der Mann der Haider outete

Jetzt muss ich gestehen, die Sache passt mir nicht ins Bild. Nicht in das von Jörg Haider, nicht in das von dessen Beziehung zu Stefan Petzner und nicht in das, das ich mir so vom besagten Abend zusammengeschustert habe. Ein Jörg Haider, der den Jungen des Landes den Hauptmann macht, geschenkt. Soweit reicht meine Phantasie. Das wäre so exzentrisch nicht. Aber eine achtjährige Beziehung mit einem, der dann weder in der Politik auftaucht, noch sonst irgendeinen zumindest passablen Job zugeschanzt kriegt… ich zweifle schwer. Was steht da in der Bild? “Um 0.45 Uhr rief mich Jörg aus dem ,Stadtkrämer‘ an: ,Schläfst du bei mir?‘ Ich sagte ab, weil ich am nächsten Tag ein Vorstellungsgespräch hatte.” Ein Vorstellungsgespräch? René hat nach acht Jahren mit Jörg Haider, dem Inbegriff des Freunde-um-sich-Scharrens ein Vorstellungsgespräch?

Es wird schon irgendwas gewesen sein. Vielleicht auch öfter. Vielleicht auch verteilt auf acht Jahre. Und es ist im Grunde natürlich völlig wurscht. Aber René, ich sag dir eins (und ich bin sicher du liest das): Eigentlich glaub ich dir kein Wort.

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270 Minutes

Donnerstag, 15. Oktober 2009 11:13

Wenn man mal ein paar Wochen nix in seinen Blog schreibt, dann kriegt man ganz schnell das Gefühl, jetzt bräuchte man einen richtig guten Grund um die Pause zu beenden. Aber auf richtig gute Gründe kann man lange warten. Bringt also nix. Was soll schon groß passieren? Alles was aufregend ist, hab ich in diesem Jahr schon hinter mich gebracht. Ein kleiner Schuldenberg, eine neue Wohnung, ein zweiter Fernseher, Beziehungskollaps,… spannender wird’s wahrscheinlich nicht mehr werden.

Und so sitz ich hier – passend zum Thema “Unspannend” – und warte auf einen Herrn oder eine Dame meines Internet-Anbieters UPC, der oder die die neue Wohnung ans große Netz anschließen soll. Voraussichtlicher Installationstermin: irgendwann zwischen 7.30 und 12 Uhr. Ich hab ja sonst nix zu tun. Und ich bin natürlich um 7.15 aufgestanden, nicht dass ich die Klingel überhör. Langsam gehen mir die Zigaretten aus, ich hab nix zum Frühstücken im Kühlschrank und vom vielen Kaffee ist mir inzwischen ordentlich schlecht.

Da kommt man schon ein bisschen ins Grübeln. Und bereitet innerlich schon das Telefongespräch mit der “Helpline” vor, das man um Punkt 12.01 führen wird, wenn immer noch niemand da war. So kann man sich seine Zeit auch vertreiben. Bis es läutet. Irgendwann. Hoffentlich.

Ah ja, und von wegen läuten: Sieben Jahre lang hab ich nicht bemerkt, dass auf der Türglocke in der alten Wohnung ein Snoopy prangte. Auch schon ein bisschen in die Jahre gekommen.

Snoopy an der Tür

Ich packs nicht, es läutet!

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Luxury, please! – XIV

Dienstag, 11. August 2009 0:01

D-los

Heute: Ersatz-Laptops. Weil es immer noch besser ist, auf einen mickrigen Buchstaben zu verzichten als auf das ganz Internet. Und wenn man die Kuppe vom Zeigefinger ganz sanft in die Mulde drückt, geht’s eh.

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Thema: Anschaun | Kommentare (8)

Bei aller Liebe,… meine Wohnung ist keine Jausenstation!

Donnerstag, 30. Juli 2009 23:21

Der Plan war gut, aber naiv: Ich wollte nicht lästig sein, dem Bodenleger keinen Stress machen. Immerhin hab ich meine alte Wohnung eh noch bis Ende September, die Küche kommt erst in ein paar Wochen und sicher haben es viele andere Neo-Nachbarn aus triftigen Gründen total eilig mit dem Umzug und brauchen deshalb schnell alles verlegt. Ich hab mich also mit einem “Irgendwann die nächsten drei Wochen” zufriedengegeben, aus dem dann ein “bis 27. Juli” wurde. Da sollte alles fertig sein.

Heute war also der vierte Tag, an dem ich hoffnungsfroh am Abend nach der Arbeit den Schlüssel umdreh, um dann festzustellen, dass dahinter immer noch Estrich vor sich hinstaubt.

Gestern stand immerhin schon eine kleine Säge in einer Ecke, drei Flaschen Eistee waren vorbereitet und ein Sackerl mit Wurstsemmeln lag bereit.  “Juhu!”, denk ich mir. Und: “Morgen geht’s los!”

Knacker und Senf

Ich konnte ja nicht ahnen, dass die Herren Bodenleger einfach nur meine Wohnung zum Sozialraum erklärt haben. Da hat sich von gestern auf heute zwar auch einiges verändert, aber nur insofern, als die Reste der Wurstsemmeln in einem Plastiksackerl-Müllsackerl am Heizkörper hängen und das Vorratslager um eine Knacker, Senf und Buttermilch erweitert wurde.

Morgen werd ich da mal tagsüber vorbeischaun. Da steppt ja anscheinend ordentlich der Bär. Und vielleicht lässt sich der kulinarisch bewanderte Holzverkleber mit sanften Druck dann ja dazu bewegen, das eine oder andere Jausenbrettchen auch mal auf den Boden zu legen. Dort wo’s eigentlich hin sollte. Sonst verlang ich nämlich demnächst Miete.

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Eins, zwei, drei, los geht’s. Markus zieht um!

Sonntag, 12. Juli 2009 22:29

Da hat man das Gefühl, das dauert alles noch viele Monate, und hat damit sogar ganz lange Recht, aber irgendwann geht’s dann Schlag auf Schlag. Mietvertrag unterschreiben, Schlüsselübergabe, Herzlich Willkommen im neuen Zuhause! Eine von Wiens schillernden neuen Wohnanlagen – Wohnen am Park – ist endlich fertig und hat 500 neue Bewohner. 499 andere und mich. Ich freu mich sehr. Aber was bitte wollte mir die GESIBA mit dem Maßband sagen, das ich beim Vertragsunterschreiben geschenkt bekommen hab? “Bitte alles nachmessen, unsere Pläne sind so ein bisschen,… naja, sie werden schon sehn!”?

Nachmessen!

Nein eh super. Und ich muss auch wirklich ehrlich sagen: Hat alles blendend funktioniert. Ist wahrscheinlich gar nicht so einfach zu organisieren, so viele Wohnungen auf einmal loszuwerden.

Jetzt hab ich also fünf Schlüssel für eine Wohnung, in der noch nie wer gewohnt hat. Und so schaut sie auch aus: immer noch kein Boden (aber immerhin schon viele Parkett-Pakete, die sich der Bodenleger bereitgelegt hat), keine Küche (aber einen Kaufvertrag und einen Liefertermin), und sonst auch nix.

Weil Schlüssel haben und doch noch nicht umziehn aber sehr langweilig ist, hab ich nach langem Überlegen doch ein kleines Möbelstück ausgesucht, das voll kolonialistisch vorgeprescht ist und jetzt der erste Einrichtungs-Gegenstand an dieser historisch völlig neuen Adresse wurde. Also Möbelstück,… ein Aschenbecher halt.

Heute kam dann schon Teil 2: Mein Fahrrad. Seit zwei Vorgänger aus dem Innenhof der alten Wohnung geklaut worden sind, hatte es einen Stammplatz bei mir im Vorraum. Ein unendlicher Platzfresser. Nur vernünftig, das Ding schon mal vorauszuschicken. Jetzt hängt es im stylishen Fahrradraum und ich kann mir endlich die Schuhe wieder anziehen, ohne die ganze Zeit darauf aufpassen zu müssen, dass ich das Ding nicht umschmeiße.

Our House

Der Rest wird folgen. Ganz gemach, nach und nach, sobald mal sowas wie ein Boden in der Wohnung liegt. Ich kann ja nicht alles ins frisch geflieste Badezimmer reinstopfen.

Und falls wer bei einem hellblauen Haus mit rosa Balkonen und voll super Park vorbeikommen sollte: Dort wohn ich jetzt.

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