Beitrags-Archiv für die Kategory 'Nahversorger Praterstern'

Nahversorger Praterstern: OKAY-Markt

Donnerstag, 22. Mai 2008 13:15

Wenn man einen Blick auf die Logfiles dieser Website an Sonn- oder Feiertagen wirft, dann fällt da jedesmal auf, dass an solchen Tagen scheinbar besonders viele Menschen im Internet auf der Suche nach offenen Geschäften sind. “billa sonntag öffnungszeiten”, “billa praterstern”, “wie lang hat der sonntags-billa heute auf?”, mit solchen Google-Anfragen kommen die User dann zu mir und landen in der Regel genau dort.

Und dann machen sie sich auf den Weg, und stehen für eine Packung Milch, zehn Kekse und ein paar Semmeln brav, aber ewig lang in der Schlange vor den Kassen an. Dabei gibt es gerade für solche Klein- und Kleinsteinkäufe auch am Praterstern eine Alternative, die an Sonn- und Feiertagen geöffnet hat. Eine neue OKAY-Filiale nämlich, zu finden im Untergeschoß der Bahnhofshalle, beim Abgang zur U2.  

Ganz okay

Den OKAY-Markt kennt man ja vom West- und Südbahnhof. Wenig überraschend gibt es auch am Praterstern ein eher überschaubares Sortiment zu leicht erhöhten Preisen. Leute mit Platzangst, oder solche die es eilig haben, können dem in diesen Fällen ja eher untauglichen großen Supermarkt oben aber gut aus dem Weg gehen. Ein gutes Entscheidungskriterium, so Daumen-mal-Pi: Wenn sich der gesamte Einkauf irgendwie mit zwei Händen ohne Tasche heimtragen lässt, kann man durchaus auch beim OKAY sein Glück versuchen.

Die Zutaten für ein komplettes Zitronengras-Hühnchen auf Limetten-Erdbeer-Spiegel kriegt man dort sowieso nicht. Für kleine Snacks wie diesen, und damit einen neuen Kandidaten für die Reihe Lizenz-Anarchisten reichts allemal.

Torstangerl

“Torstangerl” von Wiesbauer, mit einem “1:0 für Österreich”. Fragt sich nur gegen wen. Wenn die Dinger wirklich “typisch österreichisch” sind, dann ja wohl entweder gegen die EU oder gegen die Türkei.

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Nahversorger Praterstern: Bodenschatz

Mittwoch, 23. April 2008 18:04

Der neue Bahnhof ist inzwischen ja eröffnet, die meisten Geschäfte bezogen. Das Container-Dorf, Ausweichquartier für einige Geschäfte und Büros während der Umbauzeit, wird wohl demnächst abgerissen.  

Zumindest sieht es so als, als würden erste Vorbereitungen für den Abtransport der Container getroffen. Der Holzbalkon beim U-Bahn-Aufgang zum Sonntags-Billa, die letzten Sommer über Heimat vieler Heimatloser und vielleicht größter Freiluft-Dosenbierumschlagplatz der Stadt, wird gerade abgetragen. Das schaut dann so aus:

Rest: Müll

Ich weiß ja nicht, was Alt-Aluminium so wert ist, aber so finanziert sich so ein Abriss ja quasi fast von selbst.

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Nahversorger Praterstern: Billa

Montag, 31. März 2008 18:41

Die österreichischen Ladenöffnungszeiten – die uns allen spätestens während der Fußball-EM, wenn sie nämlich gnadenlos aufgehoben werden, so richtig komisch vorkommen werden – erlauben es den meisten Geschäften nicht, am Sonntag offen zu halten. Weil man aber natürlich auf Reisen auch an Sonn- und Feiertagen verpflegt werden muss, gilt diese Regel traditionellerweise nicht für größere Bahnhöfe. Jetzt ist der Praterstern zwar nicht mehr einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Kontinents (scheinbar war er das ja mal), trotzdem braucht auch heute am Wochenende niemand hungrig mit der S-Bahn nach Mistelbach fahren.

Ohne Billa

Hier haben die Geschäfte auch am Sonntag auf. Allen voran der stadtbekannte Sonntags-Billa. Im Zuge des Bahnhofsumbaus ist der ja in einen Container am Vorplatz gezogen. Eine echte Verbesserung gegenüber vorher. Plötzlich konnte man sich zumindest  zu “normalen” Öffnungszeiten ganz normal im Geschäft bewegen und musste nicht schon am Eingang sein Bestes geben, um von der Menge auch durch den richtigen Gang vom Eingang zur Kasse geschoben zu werden.

Gleichzeitig siedelten sich aber doch sehr viele sehr seltsame Gestalten hier an. Der Billa am Praterstern wurde zu einem der umsatzstärksten Filialen des ganzen Landes, und man konnte durchaus den Eindruck kriegen, er verdankt das nicht zuletzt der Tatsache, dass Wein auch im Tetra-Pak zu haben ist. Jedenfalls war es nicht ganz einfach, den Radweg in Richtung Donauinsel so zu befahren, dass man weder Kotze, noch Urin, noch Blut auf dem Reifen hatte.

Jetzt ist der neue Bahnhof praktisch fertig, und mit dem Kaufhaus ist auch die Stammkundschaft wieder zurück über die Kreuzung gezogen. Ganz verwaist heizt sich der inzwischen leere und wohl auch klimaanlagenlose Container jetzt langsam in der Frühlingssonne auf.

Alter Billa

Sonntags kommen noch im Minutentakt uninformierte Menschen, die ein Packerl Milch, ein bisschen Faschiertes oder drei Flaschen Wein hier kaufen möchten. Die macht dann ein großes Plakat an der Eingangstür darauf aufmerksam, dass man umgezogen sei. In ein nochmal deutlich größeres Geschäftslokal, über die Straße, zurück in den Bahnhof. Damit auch in Zukunft niemand auf Reisen Hunger leiden muss. Und damit man seinen Sonntagsbraten auch braten kann, wenn man am Samstag vergessen hat ihn einzukaufen.

Neuer Billa

Geöffnet sind die neuen Pforten übrigens täglich von 6-21 Uhr. Und wer mal ein richtig komisches Einkaufsgefühl haben möchte, kaufe sich doch einfach - übriggeblieben von der letzten Nacht - dort mal um 6 Uhr 10 eine ofenfrische Topfengolatsche. Um die Zeit ist auch noch nicht ganz so viel los.

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Nahversorger Praterstern: Green

Sonntag, 16. März 2008 20:08

Als ich vor ein paar Jahren hierher gezogen bin, entpuppte sich der Wiener Praterstern als kleines, mir bis dahin unbekanntes Schlemmerparadies. Zumindest für Menschen die 1. keine großen Ansprüche stellen, sondern die Küchenwelt in guter Kebab / schlechter Kebab einteilen (da gehörte ich damals dazu) und die 2. oft nach 23 Uhr noch Hunger kriegen (da auch). Hier gab es damals eine ganze Reihe von teilweise bis weit nach Mitternacht geöffneten Imbiss-Ständen. Super Sache.

Praterstern

Aber dann: Fußball EM, U-Bahn-Verlängerung, Umbau. Über Jahre gab es hier nichts.  Wo noch kurz davor um 2 Uhr morgens “scharf mit alles?” übers Pflaster hallte, herrschte plötzlich Stille. Ein einsamer kleiner Würstelstand, etwas abseits vom Bahnhofsgebäude selbst, hielt tapfer die Fahne der Nahversorger hoch. Aber täglich Käsekrainer-Hotdog geht halt auch nicht lange gut.

Jetzt rückt das einst fast utopisch klingende Datum der Eröffnung der U2-Verlängerung allerdings in greifbare Nähe. Und damit erlebt auch die lokale Bahnhofsinfrastruktur eine neue Blüte. Der Umbau ist – soweit man das von außen und als Laie halt so sagen kann – fertig. Und dieser Tage hat nun auch der König des Pratersterns seinen alten Thron wiederbestiegen. Der stadtbekannte Sonntags-Billa hat seinen Vorplatz-Container verlassen und residiert jetzt wieder direkt im Bahnhofsgebäude. In neuer bombastischer Größe wohlgemerkt.

Zeit also für einen kleinen Rundgang durch die neue Fressmeile Praterstern. Freund Knosef hat auch Hunger, es kann also losgehen. Und wir starten am Ost-Ende. Bei “Green“.

Green

Das Green baut auf das wahrscheinlich mutigste Konzept aller Neuankömmlinge. Untertitel: “Wok – Teppanyaki - Karaoke – Dimsum”. Von Karaoke war bei unserem Test-Besuch zwar nichts zu sehen (ich hätte mich sonst wohl auch nicht reingetraut), dank der großzügigen Glasfront kann ich aber von einem gut besuchten Karaoke-Abend berichten, dem ich vor kurzem praktisch im Vorbeigehen auf dem Heimweg vom Fluc beiwohnen durfte.

TeppanyakiTagsüber setzt man hier eher auf “Teppanyaki”. Heißt soviel wie: Man bringt dem Koch auf kleinen Tellern, was man sich vorher am Buffet ausgesucht hat. Der steht an einer heißen Grillplatte und lässt das dort dann frisch durchbruzzeln.

Vorteil: Das ist irgendwie lustig und folgt dem All-you-can-eat-Prinzip. Hier kann man sich also für relativ wenig Geld relativ gut den Bauch vollschlagen. Nachteil: Buffets verleiten Menschen wie mich halt sehr dazu, von allem ein bisschen zu nehmen. Und von allem ein bisschen ist geschmacklich meistens keine gute Kombination.

Teppanyaki empfiehlt sich also vor allem dann, wenn man entweder alles irgendwie mal durchprobieren will oder besonders abenteuerlustig ist. Oder aber man ist total geschmacksicher und weiß ganz genau: Man will das, das und das und aus. Für alle anderen gibt es natürlich auch eine ganz normale Speisekarte. Das dauert dann zwar deutlich länger, dafür haben da Profis die Wahl der Zutaten übernommen. Ich schätze das ja sehr.

Sushi

Vielleicht mag ja irgendwann mal jemand Karaoke-Begeisterter da hingehen und berichten, ob das eine Empfehlung wert ist. Die nötigen Trash-Punkte gibt es für die verspiegelten Säulen, die teilweise neon-grüne Deckenbeleuchtung und die winkende Katze am Eingang schon mal von mir.

Für einen kleinen Ausflug in die Welt von Sushi, Dim Sum, Bambus-Sprossen und Wok-Gemüse eignet sich das Green allemal. Nicht teuer, ganz gut, aber es verführt zum Essen von Dingen auf die man eigentlich keine Lust hat. Pan-asiatische Schauküche©Knosef für Einsteiger.

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