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Nordbahnhof

Samstag, 31. Juli 2010 19:06

Nachdem heute immer noch nicht klar war, wonach genau das nächtliche Polizei-Großaufgebot am Nordbahngelände gesucht hat, haben sich Lieutenant Zavarsky und Sergeant Zachbauer selbst auf Spurensuche gemacht. War eh höchste Zeit, sich die nähere Umgebung mal ohne Respekt vor Absperrgittern und ähnlichem genauer anzusehen. Lang wird das ja kein innerstädtisches Ödland mehr sein, und immerhin haften im Zweifel eh meine Eltern.

Etwa 75 Hektar ist das gesamte Areal groß. Ein Teil davon bereits verbaut, der Rest nach wie vor Spielplatz von Unerschrockenen und Werkstatt von Klein- und Großganoven. Davon zeugen frisch verlassene Partybaracken, Berge von ausgeschlachteten Kupferkabeln, überraschend wenige Kondome (Kinder, wenigstens Kondome verwenden!) und eben Suchscheinwerfer-Helikoptereinsätze wie der von vergangener Nacht.

Leider haben wir nichts wirklich kriminaltechnisch Verwertbares gefunden. Auch wenn uns an mancher Stelle wirklich gewundert hat, dass da keine Leichenteile liegen. So perfekt wären die dafür geeignet. Aber immerhin: ausgebrannte Bandenhauptquartiere und jede Menge eingeschlagener Fensterscheiben. Wir schicken der Polizei denn am Montag ein Memo.

Ah ja, und sollte irgendjemand mal auf die Idee kommen, sich hier sein eigenes Gemüse im Vorgarten anzubauen: Ich rate dringend zu einer vorherigen Bodenanalyse. Das schaut mir doch stellenweise alles etwas giftig aus.

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Barbie’s Winterwonderland

Freitag, 29. Januar 2010 15:54

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Schon mal im Riesenrad steckengeblieben? Eilig darf man’s nicht haben!

Mittwoch, 24. Juni 2009 11:33

Als ich noch recht klein war, da hatte ich ein Buch, das wollte irgendwie der Struwelpeter sein. Da gab es dann eine Geschichte, in der ein Junge unbedingt auf den Rummelplatz wollte. Durfte aber nicht, weil Schule war. Was hat er gemacht? Er ist natürlich trotzdem hin, hat sein Jausengeld für eine Eintrittskarte ins Riesenrad hingeblättert und wollte eine Runde damit drehen. Und wer hätte das gedacht, es ist natürlich steckengeblieben. Mit ihm ganz oben in der Gondel. Er hat geheult und geschrien und wollte runter, aber nix da. Stunden später kam die Feuerwehr, hat ihn befreit und die Mama hat fürchterlich mit ihm geschimpft.

Dass Paulinchen im echten Struwelpeter verbrannt ist, war mir wurscht. Wenn sie nicht aufpasst… Der Suppenkaspar? Na klar verhungert man, wenn man nichts isst. Untouched. Völlig. Aber auf ein Riesenrad kann ich heute noch gut verzichten, so furchtbar fand ich das. Und umso hellhöriger bin ich geworden, als ich gestern am Abend irgendwo mitgekriegt hab, dass die Wiener Feuerwehr sich dieses Problems annimmt und genau so eine Übung am Riesenrad abhält.

Da steh ich dann sogar um 8 Uhr morgens auf dem Riesenradplatz und warte mit einer handvoll LokalreporterInnen darauf, dass es endlich losgeht. Und schön war’s. Man muss gar keine Angst haben. Nur Geduld und gute Nerven. Die Leiter reicht nämlich gar nicht – wie im Buch – bis ganz nach oben. Da klettert wer hoch und lässt dich dann runter. NACH EINER STUNDE!

Ob das jetzt immer stecken bleibt, wollte einer aus der Kindergartengruppe wissen, die geduldig drauf gewartet hat, dass die Übung aus ist, und sie mit dem Ding fahren können. “Brauchst keine Angst haben, jetzt haben sie ja geübt”, hat die Kindergärtnerin dann gesagt.

Willkommen im Club der Fahrgeschäftverweigerer, kleiner Mann!

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