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Pfeif auf die GEMA. Germany’s Next Verkaufsmodel.

Samstag, 23. Mai 2009 20:47

Die deutschen I-Tunes Charts vom 23. Mai 2009, 20.15hMan möchte ja irgendwie seinen Augen nicht trauen, aber es ist tatsächlich so: Zwei Tage nach der Finalshow von Germany’s Next Topmodel belegen die Songs der Show die Plätze 1-5 der deutschen iTunes-Charts. In Österreich ist Emiliana Torrini mit “Jungle Drum” immerhin auf Platz 2, und auch in Luxemburg VAST mit “Touched” auf der 7. Das Lied ist aus dem Jahr 1998 und der wohl deutlichste Indikator dafür, dass nicht ProSieben den musikalischen Zeitgeist abgemalt hat, sondern sich die Charts nach der Fernsehshow richten.

Dass sich der Ohrwurm der Italo-Isländerin irgendwie in die Herzen des Publikums brennt, war aus meiner bescheidenen Sicht absehbar. Ist mir ja auch aufgefallen, und ich hab’s auch gegoogelt. Aber dass eine Donnerstag-Abend Show den Musikmarkt dermaßen aufmischen kann verwundert doch ein bisschen. Da kommt  das mp3-Verkaufskonzept (zwei Klicks bis zum Song auf der Festplatte, sehr überschaubarer Preis von 99 Cent) den Kunden natürlich genauso entgegen wie die Tatsache, dass sich Titel und Interpreten im Internet schnell ausfindig machen lassen. Und genau dort wird ja gekauft.

Bezeichnenderweise wurden nämlich genau die Top-Platzlierten (“Touched” und “Jungle Drum”) in der Sendung gar nicht erwähnt, sondern liefen nur als Begleitmusik zu den Laufsteg-Shows. Die eigentlichen Show-Acts, anmoderiert, mit Artists auf der Bühne zu sehen und ordentlich beworben, habens eh nur auf die Plätze 3-5 geschafft. Dabei werden die als aktuelle Neuerscheinungen natürlich auch abseits der einen Fernsehsendung beworben.

Jedenfalls: Ein ordentlicher finanzieller Impact, den so ein Einsatz als – zugegeben sehr passend und stimmig gewählter – Zuspielmusik scheinbar hat. Da war ich entweder zu naiv, weil ich damit nicht gerechnet hatte, oder die Buben von VAST werden sich bei ihrer nächsten iTunes-Abrechnung auch erstmal die Äuglein reiben.

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Yes, she can. Germany’s Black Topmodel.

Donnerstag, 21. Mai 2009 23:48

Sara Nuru ist Germany’s Next Topmodel. Also in diesem Jahr. Dass sie dunkelhäutig ist, war nur ganz am Anfang der Staffel mal Thema, und ganz am Ende. Irgendwann in einer der ersten Folgen von Germany’s Next Topmodel hat Heidi Klum mal so ganz nebenbei gesagt, dass ihr ja gut gefallen würde, wenn auch mal ein dunkelhäutiges “Mädchen” bei GNTM gewinnt. Die müssen ja nicht immer so deutsch aussehen. Nicht wörtlich, aber sinngemäß. Und heute, beim Finale, schwenkte Saras Fanclub ein “Yes She Can”-Transparent.

Das war’s. Einfach kein Thema. Und nicht im Sinne von “da reden wir nicht drüber”, sondern mehr in “was gibt’s da groß zu reden”. Das ist eigentlich sehr, sehr sympathisch.

Jetzt ist es ja sehr schwierig, einer Sendung wie GNTM auch nur irgendwas gesellschaftspolitisch Positives abzugewinnen. Nicht umsonst hat Heidi Klum von Alice Schwarzers EMMA für ihre Show den nicht ganz rühmlichen Titel “Pascha des Monats” verliehen gekriegt. Trotzdem: Es ist jetzt schon das zweite Mal, dass mich das böse deutsche Privatfernsehen in seiner Härte, Themen mehr oder weniger unkommentiert in die Medien-Realität zu zerren, wirklich beeindruckt. Lorielle Londons Auftritt in der Dschungel-Show hat wohl um Potenzen mehr Menschen mit den Problemen Transsexueller konfrontiert als alle rührigen Dokus und Problemfilme davor gemeinsam. Und ganz ganz laut und deutlich: Nix gegen Dokus und Problemfilme. Die haben ihren Platz, der auch dringend besetzt und gefüllt gehört. Dass aber auf problematischen Hintergründen auch andere Dinge in den Fokus kommen können, braucht Menschen mit solchen Hintergründen auch in ganz seichten Geschichten. Und solang das nicht so ist, bleibt halt immer dieser Hintergrund der Fokus. Das nennt man dann vielleicht auch “auf die Hautfarbe reduziert”.

Natürlich: Kein Plädoyer dafür, kein Wort mehr darüber zu verlieren, dass die meisten Menschen, die optisch nicht ins Bild eines Mitteleuropäers oder einer Mitteleuropäerin passen, einige Lieder davon singen können, dass ihnen nicht alle Türen offen stehen und sie mit einem ordentlichen Packen an Vorurteilen zu kämpfen haben. Aber wenn’s um was anderes geht (und wenn’s auch sowas an sich ja durchaus Angreifbares wie eine Modelshow oder das Essen von Kakerlaken ist), dann tut’s ganz gut, sich auch auf das zu konzentrieren. I liked that. Und hab ab jetzt auch donnerstags wieder Zeit für vernünftige Dinge.

Ah ja, und Emiliana Torrinis “Jungle Drum” als Soundtrack zur finalen Dessous-Show war fast schon Indie. Das schönste am sonst wie erwartet eher mäßig spannenden Finale.

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Larissa im Regen

Donnerstag, 26. März 2009 23:26

Was sagt eine Topmodel-Kandidatin zur anderen Topmodel-Kandidatin, wenn’s um ein Shooting im künstlichen Regen in der kalten Nacht in LA geht? Richtig: “Geh bitte. Was glaubst du wie sich die Leute auf der Titanic gefühlt haben?” Und ich bin mir nicht mal sicher, ob es Larissas dümmster Satz in dieser Folge war. Vermutlich nicht. Die Kärntnerin kommt ein bisschen aus dem Tritt. Und das unter Heidi Klum gestrengen Augen, denen ja bekanntlich nichts entgeht. [--> weiterlesen]

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Stinkefinger und Extensions-Alarm bei Germany’s Next Topmodel

Donnerstag, 12. März 2009 23:30

Was jahrelange Topmodel-Erfahrung nicht so alles ausmacht. Also, als Zuschauer mein ich. Weil es ist zwar im Detail immer wieder überraschend, im Großen und Ganzen aber doch auch berechenbar. Und so gingen heute gleich meine zwei Prophezeiungen der letzten Woche in Erfüllung. Larissa knallte beim Anblick der Haarschneideschere die Sicherung durch. Und Tessa spinnt. Aber das ist eben nur der große Bogen. Womit sich der dann konkret füllt… das ist ja der echte Spaß. [--> weiterlesen]

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La-Ris-Sa! [klatsch-klatsch-klatsch] La-Ris-Sa!

Donnerstag, 5. März 2009 23:32

Oh Heidi, was hab ich dich vermisst. Endlich wieder alles richtig. Alles echt. Es gibt wieder “echte Jobs”, “echte Presse”, “echte Designer”. Und seit heute ist auch Larissa mit bei Germany’s Next Topmodel. Jetzt kann es losgehen. Schluss mit Massen-Castings, her mit einer strengen Jury, Pyrotechnik und Umstyle-Ängsten. Sie kommt wieder, die böse, böse Haarschneideschere. Und wer Austria’s Next Topmodel gesehen hat, der weiß: Das heißt Nervenzusammenbruch. [--> weiterlesen]

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Unterschichts-Fernsehen vom Feinsten. Und geballt.

Montag, 5. Januar 2009 22:09

Zipp Zapp AnorakKaum sind Caspar, Melchior und Balthasar wieder abgezogen und man glaubt, den Wahnsinn hinter sich gebracht zu haben, geht’s erst richtig los. “Austria’s Next Topmodel” und die vierte Staffel “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!” – liebevoll auch “Dschungelshow” genannt – stehen in den Startlöchern und Starmania geht in die nächste Runde. Gott sei Dank nicht alles gleichzeitig! [--> weiterlesen]

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