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Ost-Alarm beim Songcontest

Mittwoch, 26. Mai 2010 2:26

Soncontest ist ja seit einiger Zeit dreiteilig. Die jeweils besten zehn aus zwei Halbfinali kommen gemeinsam mit einer Hand voll Fixstartern in die große Endshow. Und heute ging das erste Halbfinale über die Bühne. Hat mich natürlich interessiert, wer weitergekommen ist. Hab ich also im Internet nachgeschaut. Und da steht dann zum Beispiel das:

“Im ersten Halbfinale setzten sich vor allem ost- und südosteuropäische Vertreter durch”, schreibt Welt Online. “Songcontest: Mehr Osteuropäer im Finale” ist der Titel des Berichts auf orf.at.

Oje, die alte Songcontest-Ost/West-Geschichte. Die pösen, pösen Osteuropäer schanzen sich die Punkte zu, voll gemein. Wirklich interessant dabei ist aber, wie man von dieser Ergebnisliste zu solchen Aussagen kommen kann:

Moldawien, Rußland, Estland ,Slowakei, Finnland, Lettland, Serbien, Bosnien&Herzegowina, Polen, Belgien, Malta, Albanien, Griechenland, Portugal, Mazedonien, Weißrussland, Island

Raus sind also Estland, die Slowakei, Finnland, Lettland, Polen, Malta und Mazedonien. Abgesehen von Finnland (die mit einer finnischen Polka, also auch nicht gerade klassisch westeuropäischer Mainstreammusik angetreten sind) und Malta (grottenfade Ballade) nicht gerade klassisches europäisches Kernland. Über die beiden ließe sich schon streiten.

Es sind nicht viele weiter, ja stimmt: Belgien, Griechenland, Portugal und Island. Aber erstens sind das eh 4 von 10, und zweitens das liegt wohl ja vor allem daran, dass die weitaus meisten Songcontest-Halbfinal-Teilnehmer nunmal im Osten liegen (nicht zuletzt weil alle finanzkräftigen Fixstarter aus Westeuropa kommen).

Im zweiten Semifinale werden dann überhaupt nur 5 Westler am Start sein (Israel muss man wohl “blockfrei” nennen). Nachdem davon zumindest die Schweiz und Holland zurecht rausfliegen werden, wird die Ost-Panik wohl am Donnerstag gleich weitergehen. Bisschen Nachdenken vorm tippen wär da mal nicht schlecht.

Und weil keine Songcontest-Geschichte ohne schrullige Einlage auskommt: Goran Bregovic hat sich einen serbischen Casting-Show-Star (gewonnen hat er nicht, aber aufgefallen is er trotzdem) geangelt und ihn nach Oslo geschickt.

Sein Auftritt im ersten Halbfinale heute war leider nichts im Vergleich zu diesem prächtigen Farbenspiel (verrät uns Youtube), aber trotzdem fast mein Lieblingslied.

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Do the funky chicken. And Bow. And Arrow.

Freitag, 2. April 2010 1:32

Na da hat sich die EBU aber was lustiges ausgedacht: Weil bald Song Contest ist, und noch ein bisschen ein Geld übrig war anscheinend: Für ein paar Zuspieler während der Songcontest-Shows (Ende Mai dann) sollen in einigen europäischen Städten Menschen tanzen. Und weil “Massen-Choreographie” so nach Nordkorea klingt, nennt man das ganze einfach Flashmob.

Damit’s nicht ganz zu spontan wird, hat das norwegische Fernsehen eine Tanzlehrerin beigesteuert, die Europa auf seine Aufgabe vorbereitet. Deshalb gibt es jetzt den Songcontest-Flashmob-Dance in vier Teilen. Wer auch immer für die Choreographie verantwortlich zeichnet, hatte wohl das Gefühl, den fetten Scheck mit etwas überkomplizierten Moves rechtfertigen zu müssen…

Also los gehts: Funky chicken. Funky chicken. Five! Six! Seven! Eight!

And gloooooooooowwww!

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Eurovision Song Contest 2009 – Flick-Flack ist Pflicht

Donnerstag, 14. Mai 2009 23:59

Song Contest ist ja irgendwie von Gestern. Paradoxerweise gibt’s aber auch dort immer wieder Trends. Und der Trend des Jahres 2009 geht eindeutig in Richtung Akrobatik. Von den 19 Liedern des zweiten Semifinales gab’s etwa bei jedem dritten mindestens einen Flick-Flack auf der Bühne. Ein weiteres Drittel hüpft zumindest folkloristisch rum, der Rest ist wegen der Streichinstrumente an den Hocker gefesselt. Die HüpferInnen haben sich klar durchgesetzt. Und die Kombination aus beiden (Hüpfen und Geige spielen) gilt als haushoher Favorit. Das norwegische Fernsehen hat überhaupt gut eingekauft. Alexander Rybak ist in Weißrussland geboren und bemüht sich sehr, seinen russischen Akzent bei jeder Silbe ordentlich rauszudrücken. Und zwischen den russischen Silben gibt’s Zähne. Der Mann kampflächelt.

Apropos Favoriten und Underdogs: Google versucht sich ja zusehens als Orakel. Nachdem man gelernt hat, Grippewellen anhand der Suchabfragen schon vor den Arztpraxen zu orten (wobei man allerdings bei der Schweinegrippe kläglich versagt hat), geht’s an die wichtigen Dinge. Der Suchmaschinenanbieter hat ine Prognose zum Ausgang des Song Contests abgegeben, errechnet aus den Suchabfragen nach den antretenden Songs.

Nachdem jetzt die ersten offiziellen Ergebnisse da sind, an denen man sich messen lassen muss: Die Trefferquote hält sich in Grenzen. Von den 20 Finalisten hat Google nur 12 richtig verausgesagt. Das hätte wohl jeder mit halbwegs normalen Ohren auch hingekriegt. Überzeugt mich nicht wirklich. Googles Plätze 11, 14 und 15 sind schon nicht mehr im Rennen. Und nach den holländischen “De Toppers” (11.) haben wohl die meisten nicht gegoogelt, weil sie das Lied so toll, sondern die Band so scheiße finden. Da ist Klick nicht gleich Klick.

Meiner Meinung nach etwas überraschend raus ist Serbien. Dafür kam die Ukraine souverän ins Finale. Das “Anti-Crises Girl” trifft mit diesem Titel scheinbar den Nerv der Zeit. Trotzdem der dümmste (englische) Text im Wettbewerb. Beginnt so:

You are sexy – bom / You are so sexy – bom / gonna make me crazy – bom / We’re gonna do the bom bom / Ain’t that amazing – bom / I’m very busy – bom / It’s not so easy – bom / I’m gonna tease you – bom bom / without a reason – bom / I’ll call you on the phone / You speak in monotone / Don’t want to be alone / because I’m crazy – bom

Und auch hier: Spagat. Statt der Schnurrbart-Buben gab’s heute übrigens so,… Römer. Mit nacktem Oberkörper, silbernen Hotpants und Bürsten auf dem Kopf. Hübsch und doof.

Wer’s anschaun will: Der ORF sendet das zweite Halbfinale jetzt dann gleich. 0:20 Uhr geht’s los.

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Eurovision Song Contest 2009 – Klotzen statt Kleckern

Dienstag, 12. Mai 2009 23:49

In Moskau ist die Hölle los, und ohne Herrn Wurmdoblers Facebook-Status-Zeile hätt ich’s gar nicht mitgekriegt. Song Contest ist. Heute: Erstes Semifinale. Das zweite dann am Donnerstag, Samstag ist großer Show Down. Ob der ORF das überträgt? Ja. Aber total gefinkelt: Erst das Voting, dann die Songs. Das ist ja mal eine crazy Idee.

Die EBU geht aber mit der Zeit und Streamt das ganze. Ziemlich brauchbar sogar. Sonst hätt ich das erste Semifinale heute ja auch auf gar keinem Sender mitgekriegt. Nicht mal der NDR hat das übertragen, und dort ist der Songcontest normalerweise wirklich zuhause.

Hätt ich was verpasst? Naja,… natürlich nur alle, deren Songcontest-Abenteuer 2009 hier auch schon wieder zu Ende war. Für die meisten natürlich völlig zurecht. Aus Entertainment-Gründen könnte man jetzt Bulgarien (sooo falsch hat wirklich schon seit Jahren niemand mehr gesungen) und Belgien (ein Elvis-Imitator inklusive Background-Chor mit UFO-Frisuren) zwei kleine Tränen nachweinen. Schweiz, Andorra, Montenegro,… wir werdens verkraften.

Schade ist’s ein bisschen um den tschechischen Bruder vom Austrofred: Gipsy.cz, oder – wie ich ihn nenne – SuperGipsy

Aber da war Europa wohl noch nicht reif genug. Dafür hat sich eine andere Vermutung voll und ganz bestätigt: Das russische Fernsehen fährt auf was geht. Die Olimpinsky Halls fasst 16000 Zuseher und kommt bombastischer daher als die DSDS Bühne (und das heißt was). Vielversprechend für’s Finale am Samstag auch schon mal die Show während des Votings. Da sangen t.a.T.u. mit einem riesigen Militärchor “They Not Gonna Get Us”, rote Fahnen wurden geschwänkt und das Modell einer MIG-irgendwas auf die Bühne gepflanzt. Als ging es immer noch um den ersten Mann am Mond. Unglaublich. Da übt schon wer für Sotschi.

Aus geopolitischen Gründen wie diesem, aber auch weil sie es in diesen schweren Zeiten brauchen können und es sich für die erste offen lesbisch lebende Ministerpräsidentin der Welt verdient hätten bin ich im Übrigen der Meinung, dass Island diesmal den Song Contest gewinnen sollte. Dann würden sich Ost und West nächstes Jahr endlich mal wieder in Reykjavik  treffen, jede Menge Devisen ins darniederliegende Nordland pumpen und alles wird gut.

Am Donnerstag muss wohl sogar GNTM dem Webstream weichen. Das 2. Seminfinale zum Song Contest 2009 gibt’s dann von 21 Uhr bis 23 Uhr auf eurovision.tv. Sollte das nicht klappen, kann man’s auch hier probieren: eurovision.de. Zeitversetzt, dafür im klassischen Fernsehen gibts die Seminfinale auch im ORF. Das erste jetzt dann um 0.40, das zweite in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 0.20 Uhr.

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Starmania: Detlef vs. Gregory

Freitag, 12. Dezember 2008 22:03

Soost vs. GregoryStarmania ist unterhaltsam. Irgendwie. Aber man muss jede Woche lange warten, bis man durch ein paar Minuten Friendship-Ticket-Diskussion oder Leider-Nein-KandidatInnen wirklich in den Bann gezogen wird. Da fließen bei Sido und Detlef D! Soost beim deutschen Popstars schon deutlich mehr Tränen.  Aber es soll kein falscher Eindruck entstehen: Ich schau mir das schon immer brav an. [--> weiterlesen]

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Frechheit. France Douze Points, natürlich!

Samstag, 24. Mai 2008 23:49

Da war die Songcontest-Welt wohl einfach noch nicht bereit. Air & Duft Punk waren wohl zu wenig. Nächstes Mal muss anscheinend auch Mireille Mathieu ihr Schäuflein zum französischen Erfolg beitragen…

Sieger der Herzen

Und auch wenn es im echten Leben nur für einen 19. Platz reicht: Er ist trotzdem mein Sieger der Herzen: Sébastien Tellier mit ”Divine”.

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Die Punkte fliegen auch dieses Jahr nicht sehr weit. Alles was mal UdSSR war, gefällt sich gegenseitig besonders gut (außer es hat mal Krieg gegeneinander geführt). Und konsequenterweise gewinnt dann auch Russland vor der Ukraine.

Alles was skandinavisch ist macht das natürlich genauso, aber da bleiben wenigstens noch ein paar Punkte für die anderen übrig. Das sind ja nicht ganz so viele. Na das wird wieder ein Geschimpfe werden morgen…

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