Tag-Archiv für » video «

Kylie, oh Kylie!

Samstag, 10. Juli 2010 21:01

Es ist mir heute wie Schuppen von den Augen gefallen: Kylie Minogues neues Video (erschienen zur WM 2010) ist eine Mischung aus einem betathome-Werbespot (erschienen zur Euro 2008) und dem Video zu Nelly Fortados Forca (erschienen zur Euro 2004).

+

=

Da geht doch irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu!

0 Kommentare

Modern Lady

Donnerstag, 1. Juli 2010 21:35

Erin Gibson ist großartig.

Das wollte ich nur mal kurz gesagt haben. Mehr davon gibt’s hier.

2 Kommentare

Wie schwul ist das?!

Mittwoch, 9. Juni 2010 23:14

Lady Gaga koppelt aus ihrem eineinhalbten Album die inzwischen neunte Single aus. Da wird die Luft im Songmaterial natürlich irgendwann ein bisschen dünn. Es kann ja nicht jeder Song ein Kracher sein, und das ist an sich auch nicht weiter schlimm.

Solange es noch B-Seiten gegeben hat, hat man das solala-Zeug da gut verstecken können. Jetzt sind die Zeiten härter geworden. Auf Hit folgt gefälligst Hit. Oder ein neuer Superstar. Und das will Lady Gaga gar nicht. Ich will das übrigens auch nicht, weil bis zu ihrem Wien-Konzert ist noch ein bisschen hin, und ich will einen Superstar sehen und keinen ehemaligen Superstar. Schließlich hab ich Superstar-Preise bezahlt.

Aber wie rettet man jetzt einen etwas verhunzten neunten Titel?

Lady Gaga hat lange nachgedacht, und dann ist ihr etwas großartiges eingefallen: Man sagt einfach, er ist “voll gay!”. Oder genauer: “It’s a celebration and an admiration of gay love – it confesses my envy of the courage and bravery they require to be together.” Wenn das in der Sun steht, dann kann schon nix mehr schief gehen.

Dabei ist “Alejandro” in erster Linie ein audiovisuelle Mash-Up zweier Szene-Größen. Von der CD winken sehr unverholen Ace Of Base, im Video muss dann so ziemlich alles herhalten, was Madonna jemals erfunden hat. Massenräkeln, Maschienenpistolenbüstenhalter, Kreuze, Nonnenoutfit,… Und sowohl Ace Of Base als auch Madonna sind durchaus für musikhistorische Flaschen wie mich erkennbar. Dass ich nicht der erste war und sich diesbezüglich schon andere Gedankten gemacht haben (hier und da zum Beispiel) musste ich erst jetzt enttäuscht zur Kenntnis nehmen.

Ist aber sowieso alles total egal, weil das Video ist ab sofort offiziell schwul. Dass alle Typen vor allem an Frau Gaga rumgrapschen juckt da keine Sau. Sie machen Catwalk, sind frisiert und machen ein bisschen Kämpfen. Das muss reichen.

Das Video ist “eine Hommage an die Gay-Community“, schreibt energy.at, die mir nicht näher bekannte Seite pinkclusive.de meint sogar, “das Video zeigt auch noch derart homoerotische Szenen, dass einigen wohl die Knie schlackern“.

Das hab ich jetzt auch bei mehrmaligen Durchsehen so nicht feststellen können, aber vielleicht liegen da meine Maßstäbe auch einfach nur ein bisschen zu hoch. Für mich schaut das auf dem Foto mehr nach “Will wer mit mir spielen?” als nach “Mah, ich versteh mich sooo gut mit meinen schwulen Freunden!” aus.

Die Tänzer selbst sind jetzt wahrscheinlich auch nicht schwuler als in ihren anderen Videos. Und nicht jeder erotisch (mit viel Haut) gezeigter Mann ist eine homoerotische Darstellung. Das würd dann nämlich (um ein bisschen von Lady Gaga weg ins Philosophische abzudriften) in erster Linie heißen, dass Erotik per se immer nur für Männer da ist, und wenn es Männer sind, die erotisiert werden, dann werden sie eben homoerotisiert.

3 Kommentare

Do the funky chicken. And Bow. And Arrow.

Freitag, 2. April 2010 1:32

Na da hat sich die EBU aber was lustiges ausgedacht: Weil bald Song Contest ist, und noch ein bisschen ein Geld übrig war anscheinend: Für ein paar Zuspieler während der Songcontest-Shows (Ende Mai dann) sollen in einigen europäischen Städten Menschen tanzen. Und weil “Massen-Choreographie” so nach Nordkorea klingt, nennt man das ganze einfach Flashmob.

Damit’s nicht ganz zu spontan wird, hat das norwegische Fernsehen eine Tanzlehrerin beigesteuert, die Europa auf seine Aufgabe vorbereitet. Deshalb gibt es jetzt den Songcontest-Flashmob-Dance in vier Teilen. Wer auch immer für die Choreographie verantwortlich zeichnet, hatte wohl das Gefühl, den fetten Scheck mit etwas überkomplizierten Moves rechtfertigen zu müssen…

Also los gehts: Funky chicken. Funky chicken. Five! Six! Seven! Eight!

And gloooooooooowwww!

3 Kommentare

Gebt mir eine Landstraße und macht das Licht aus!

Donnerstag, 11. Februar 2010 0:50

Ein bisschen Video-Overflow hier in letzter Zeit, ich geb’s ja zu. Und wenn der Schnee dann irgendwann mal weg ist und die Sonne wieder scheint, dann geh ich auch wieder raus und krall mir ein richtiges Leben.

Inzwischen wart ich aber hier im Warmen auf das Album zum Februar-Ohrwurm. “Broken Bells” von “Broken Bells” soll dann im März erscheinen, bis dahin gibt’s nur “The High Road”. Und wenn’s nicht so kalt wär, würd das zig spätpubertierende Jungs nachts mit Taschenlampen auf die Straßen treiben.

Und bitte aufpassen: Nicht öfter als fünfmal am Tag hören, sonst hat man es bald nicht mehr lieb!

0 Kommentare

Parce que tous mes amis sont gays!

Mittwoch, 27. Januar 2010 23:03

An Lady Gaga wird sich in ein paar Jahren bestenfalls noch in irgendwelchen Panel Shows jemand erinnern, meinen die einen. An die muss sich auch in ein paar Jahren gar niemand erinnern, meine ich. Weil sie nämlich höchst präsent bleiben wird. Weil die Welt ja die großen Superstars haben will. Und weil es einfacher ist, da auf kompetente Fachkräfte zurückzugreifen, als alle paar Monate jemand neues zu suchen. Das bringt’s nur für die ganzen Lückenfüller, mit denen man sich eh nicht länger beschäftigen will, weil sie nicht genug hergeben. Soweit mein Beitrag zum Thema “Wie die Welt funktioniert”.

Stefani Joanne Angelina Germanotte aka Lady Gaga gibt aber jede Menge her, verkauft sich in jeder Hinsicht ausgezeichnet und scheint das sogar halbwegs ohne gröbere psychische Läsionen auszuhalten.

Möglicherweise wird ihr das selbst bald mal zu fad, dann kauft sie sich vielleicht ein Häuschen neben dem von Tina Turner und setzt sich in der Schweiz zur Ruhe. Dass sie dem Publikum beim Hals raushängt, kann ich mir allerdings nicht so recht vorstellen. Da steckt viel zu viel Substanz hinter dem wahrscheinlich tatsächlich kurzlebigen Stil als dass man da nicht noch ein paar ordentliche Variationen nachschießen könnte.

Ein schönes Beispiel ist da ihr schon ein bisschen zurückliegender Auftritt in der sehr entlarvenden französischen Fernsehsendung Taratata. Dort haben die KünstlerInnen ja traditionell viel Gelegenheit, sich ein bisschen abseits ihrer gewohnten Trampelpfade zu präsentieren. Und das geht nicht bei allen gut!

Wer gleich zur Piano-Mitsing-Version von Pokerface skippen will: bei 1:50 geht’s damit los. Leider lässt sich der seltsame Player nicht davon abhalten, gleich mal loszulegen. Von mir nicht zumindest… [so, jetzt doch mit klassischem youtube-dings. der taratata-palyer ist leider ein bisschen schrottig]

Deshalb wird das zweite Video jetzt auch nicht schön eingebunden, sondern nur verlinkt. Zwei Songs gleichzeitig will ich dann doch niemanden zumuten. Trotzdem empfehle ich einen Blick auf die Version von “Eh eh” in der selben Sendung. Klingt gleich, als wär’s eine gute Einstimmung auf der sonntägliche Amanda Palmer Konzert in Wien. Und zeigt auch ein bisschen, wie weit die Gaga-Reise noch gehen kann.

3 Kommentare