Modern Lady
Donnerstag, 1. Juli 2010 21:35
Donnerstag, 1. Juli 2010 21:35
Mittwoch, 19. Mai 2010 20:23
Ich vesuch gerade mit weit geöffnetem Mund und Hechelatmung ein Stück brennheißer Tiefkühlpizza auf meiner Zunge auf Schkucktemperatur runterzukühlen, da reißen mich zwei Titten in einem Obstgarten aus meiner Verbrennungspanik. “Will wer mit mir spielen?”, will die offensichtlich gerade etwas gelangweilte junge Frau mit dem Ball wissen. Anscheinend ist ihr auch ganz furchtbar heiß.

“Hä?”, denk ich mir und hechel vor mich hin. Was ist jetzt los? Aber da ertönen schon die ersten Schreie. “Ich! Ich! Ich! Ich!”
Da hat die Gute aber Glück gehabt. Eine Horde sexuell ausgehungerter Skispringer ist nämlich auch gerade auf der Wiese und spielt Beachvolleyball. Zu neunt. Und sie würden alle viel, viel lieber mit der überhitzten brünetten spielen. Was für ein Glück, dass das ein Mannschaftssport ist. Da können sie dann alle gemeinsam.

PR-technisch betreut wird die Volksbank Beachchallenge, um die es in diesem Werbespot geht, durch die MPM Sponsoring Consulting. Und die hat sich richtig was dazu überlegt. Unter dem Punkt “Strategie und Lösungskonzept” heißt es zum Beispiel, man möchte die Zielgruppe durch folgende Maßnahme passend ansprechen (offensichtlich war nicht nur der jungen Frau sehr heiß):
“Erstellung einer attraktiven Umgebung mit professionellen sportlichen Rahmenbedingungen, einzigartigen Event-Locations (Top Seen & Bädern über ganz Österreich´s Bundesländern)”
Und das Ergebnis wäre dann zum Beispiel:
“Glaubwürdigkeit und Akzeptanz und v.a. sehr viel Spaß innerhalb der Zielgruppe”
Also Spiel, Spaß, Titten und Skispringer. Bei dem Briefing wär ich gern dabei gewesen.
Montag, 3. Mai 2010 0:48
Gut, ich hatte nie viel Haare am Kopf. Vielleicht hätte ich als Kind doch ein bisschen Gemüse essen sollen oder sowas. Aber bis ich 18 war hat es immerhin für die frisurentechnische Todsünde “schulterlanges Deckhaar und drunter rasiert” gereicht. Es folgten noch fünf Jahre “normal mit Geheimratsecken”. Aber schon so 2004 rum hab ich mich meinem Schicksal gefügt, mir einen Barttrimmer gekauft und bin seitdem ein Freund der pflegeleichten Stoppelglatze.
Ein einziges mal kam ich mir mit meinem etwas schütteren Haarwuchs ein bisschen komisch vor: als mich mein damaliger Freund als Toupet-Model für seine “Friseur- und Perückenmacher”-Meisterprüfung einspannen wollte. Das ging zu weit, und ich hab dankend abgelehnt. Ansonsten war ich eigentlich ganz glücklich.
Aber ich hatte ja bisher auch überhaupt gar keine Ahnung, wie wichtig Haare sind!
Ich werde nie wieder aus dem Haus gehen!
Sonntag, 4. April 2010 21:10

Heute: Parteispenden. Weil das zum Eierpecken locker reicht und man über den sleazy 9-Nadel-Aufdruck zur Feier des Tages auch hinwegsehen kann.
Sonntag, 6. Dezember 2009 21:20
Die armen MusikerInnen auf dieser Welt tun sich ja zusehens schwer, ihre Werke an den Mann und an die Frau zu kriegen. Beziehungsweise, da tun sie sich eigentlich leichter denn je zuvor, nur Geld kriegen sie oft keines dafür. Zumindest nicht von denen, die ihre Musik dann hören.
Ein schwieriges Thema und da will man sich ja auch gar nicht weit aus dem Fenster lehnen. Nur soviel: Ich vermute mal stark, dass es noch nie soviele MusikerInnen wie heute gegeben hat und dass noch nie soviele SongsPerMinute veröffentlicht wurden wie in eben dieser Minute. Wenn das stimmt, dann wären das zwei gar nicht so an den Haaren herbeigezogene Argumente, die gegen den Musikweltuntergang sprechen. Aber bitte, bleiben wir mainstreamig und sagen wir: Alles ist furchtbar, alles geht den Bach runter.
Alles? Nein! Lady Gaga nicht! Sie, nicht gaga (ha!), denkt sich: Wenn die nicht zahlen, zahlt halt wer anderer. Schickt ein Rundmail an ein paar Hersteller von Unterhaltungselektronik (HP, Parrot, Nintendo) und einen Vodka-Brenner (Nemiroff) und lässt sich dann von denen quersubventionieren.
Wozu drauf warten, dass irgendeine Werbeagentur den eigenen Song als Hintergrundmusik für einen Spot aussucht (und dann auch noch grausam auf 10 Sekunden zusammenstutzt)? Vom künstlerischen Standpunkt her ist das sorum wohl die bessere Variante.
Voll der Einzelfall? Die geilen IPod-Boxen von Parrot by Starck, die Frau Gaga da am Anfang von “Bad Romance” aus ihrer Letargie reißen sind auch die einzigen Möbelstücke in Rhiannas Gummizelle in Russion Roulette. Zu sehen bei 1:07 zum Beispiel, gleich vorspulen, der Song ist furchtbar scheiße.
Das ist inhaltlich jetzt zum Beispiel nicht so gut integriert. Und weil’s fast nicht auffällt, hat die Marketingabteilung bei Lady Gaga auch auf einer Großaufnahme bestanden.
Finden wir das schlimm? Ich bin mir gar nicht sicher. Grundsätzlich interessieren würd’s mich allerdings schon, wie das Verhältnis der Erlöse aus Verkauf, Auftritt und Productplacement bei den Big Playern wie der Gaga ausschaut.
Montag, 2. Februar 2009 22:20
Schon seit Beginn von Austria’s Next Topmodel, der bisher wohl einzigen wirklichen Erfolgsproduktion von PULS4, streut das etwas hässliche Google-Handy G1 via T-Mobile dort immer wieder Werbung ins Bild. An sich ja keine dumme Idee. Dafür ist die Show ja da. Unterhaltsame Werbefläche für Anker, Maybelline Jade, Vöslauer, C&A, Englhaus, die SCS, Wien … und eben auch das G1. Blöd halt, wenn man das Ding dann irgendwie ein bisschen schief ins Bild rückt. [--> weiterlesen]