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Ich hab da eine Frage!

Donnerstag, 27. Mai 2010 0:01

Was sind “schmutzige Cevapcici”?

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Mein erstes Mal: Essen zurückgehen lassen

Sonntag, 18. April 2010 21:46

Ich bin nicht gut im Mich-Beschweren. Ich hasse es. Das ist fast schon pathologisch. Und über die Jahre hab ich mich damit abgefunden, dass man mit mir als Kunden schon ein bisschen machen kann, was man will. Als wäre Konsument zu sein eine von mir angebotene Dienstleistung, die ich zur Zufriedenheit aller erbringen will. Ein samstagabendlicher Besuch in der sehr urigen “Gastwirtschaft Wratschko” hat mir jetzt dabei geholfen, diese etwas unpraktische Eigenheit abzulegen.

Das Wratschko ist ein Lokal in der Wiener Neustiftgasse. Ist gut gelegen, schaut von außen halbwegs gemütlich aus und brüstet sich mit frisch zubereiteten Speisen aus qualitativ hochwertigen Zutaten. Wiener Küche, Hausmannskost, vegetarisches Essen, keine Konservierungsstoffe, keine Fertiggerichte, worauf man halt alles so schaut, wenn man sich in der Wiener Restaurantszene gut positionieren will.

Samstag abend, 20 Uhr 30, wir betreten das Lokal und landen – weil vorne alles voll ist – im etwas gammeligen Hinterzimmer. Farbe blättert von den Wänden, aber noch sind wir bereit, das unter “Charme” abzulegen. Getränkebestellung: 20 Uhr 40. Essensbestellung: 20 Uhr 50. Ich will haben: Hühnerfilet mit Ingwersoße und Risibisi. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

21 Uhr 20: Ein bisschen Farbe bröckelt von der Wand. Ich wisch die Bröckerl von der Sitzbank auf den Boden.

21 Uhr 50: Die Kellnerin war seit 60 Minuten nicht mehr gesehen, ich gehe in den vorderen Gastraum, um nachzusehen, ob es ihr eh gut geht. Nebenbei erkundige ich mich nach unserer Bestellung. Sie begleitet mich zur Durchreiche zur Küche. “Du, wann ist das fertig?” – “Gleich. Sofort.” Aha. Ich sag, wir würden gern noch was zu trinken bestellen inzwischen. Sie sagt, sie kommt gleich.

21 Uhr 55: Sie kommt tatsächlich, genervt keuchend, aber mit Block und Kugelschreiber, nimmt die Getränke auf und versichert, dass das Essen wirklich gleich kommt.

22 Uhr 00: Yeah. Zwei Teller finden ihren Weg aus der Küche auf unseren Tisch.

22 Uhr 02: Ich fasse mir ein Herz und stehe kurz darauf mit meinem Hühnerfilet im Sushi-Style wieder bei der Durchreiche und frag den Koch, ob das sein Ernst sei. “Naja, ich hab gedacht, du hast es eilig”, meint er. “Und da krieg ich dann ein rohes Huhn?” Es wäre jetzt wirklich nicht ganz roh, meint er. “Es ist aber auch wirklich nicht durch”, sag ich. Er will wissen, ob er es jetzt reparieren soll oder ob ich mich jetzt nur beschweren will. Ich sag: “Ich will das jedenfalls nicht essen”. Er nimmt den Teller und verabschiedet sich mit einem herzhaften “Okay, Tschüss!”

22 Uhr 05: Wir hören, dass der Koch der Kellnerin die Geschichte vom zurückgebrachten Huhn erzählt. Ich nehm an, sie würde sich ein bisschen entschuldigen kommen und mich vielleicht fragen, ob ich irgendwas anderes will. Immerhin sitze ich seit eineinhalb Stunden hungrig in ihrem Hinterzimmer. Aber sie beschließt offenbar, zur Sicherheit ab jetzt gar nicht mehr an unseren Tisch zu kommen.

22 Uhr 20: Wir gehen zum Zahlen nach vorne an den Tresen. “Alles zusammen?” will sie wissen. “Alles außer dem Huhn”, sage ich. Ah ja, von der Geschichte hätte sie eh schon gehört. Keine Spur einer Entschuldigung. Ich bin zu baff, um darauf irgendwas zu sagen. Und ich will mir den Sieg über meine Reklamations-Phobie auch nicht durch ein unüberlegtes letztes Wort kaputt machen.

Beim tollen Koch-Kellnerin-Gespann möchte ich mich aber an dieser Stelle doch noch für die Therapie-Doppelstunde bedanken. Leichter hätten sie es mir nicht machen können.

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Je n’ai besoin de personne en Harley Davidson

Samstag, 9. Mai 2009 13:49

Da wartet meine Mama in Oberösterreich auf meinen Muttertagsbesuch, und ich sitz hier fest, weil alle Straßen gesperrt sind. Harley-Treffen in Wien. Grimmig schaun nicht vergessen!

Harley Davidson Treffen in Wien

Ich hab ja schon Vespa-Treffen nicht verstanden. Sowas gab’s in meiner Jugend. Ich hab mich immer gefragt, was man da macht. Und warum man andere Leute treffen will, nur weil die das gleiche Dings besitzen wie man selbst. Es gibt ja auch keine H&M-Hemd- oder American Apparel-Unterhosen-Treffen. Keine Ausgemachten zumindest.

Den Mythos Harley schnall ich auch nicht, aber immerhin schaut’s lustig aus. Meine jugendlichen Erfahrungen als Jung-Vespa-Fahrer sagen mir allerdings, dass Menschen mit “richtigen” Motorrädern Vespa-Fahrer ziemlich luschi finden. Damals wurde man auf Kirtagen mit Schaumrollen beworfen und es empfahl sich ein manueller und olfaktorischer “Hat mir jemand in den Helm gepisst”-Test, wenn man den Roller mal unbeaufsichtigt wo stehen lassen hat. So wild sind die Zeiten wohl nicht mehr, und Wien ist im Vergleich zum Sauwald ja auch ein sehr kosmopolitisches und tolerantes Pflaster. Trotzdem hab ich beschlossen, mit meiner Fahrt zum Bahnhof ein bisschen zu warten bis die Luft wieder rein ist.

Harley Davidson Treffen in Wien

Und Mama, ich komm dann erst am Abend…

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Wohnen am Park? Wird wohl nichts im Mai…

Donnerstag, 12. März 2009 0:47

Die Gesiba schickt mir diese Woche ja jeden Tag einen Brief. Am Montag der dezente Hinweis, dass ich einen Teilbetrag  ein paar Tage zu spät bezahlt habe, inklusive Zahlschein für die Überziehungszinsen. Am Dienstag eine Bestätigung für’s Finanzamt, dass ich in diesem Jahr irre viel Geld für Wohnraumbeschaffung ausgegeben habe. Und heute jetzt die Mutter aller schlechten Nachrichten: Nix da mit Wohnen am Park schon im Mai. Vor Juli wird meine Wohnung wohl nicht fertig.

Bitte Warten!

Da hab ich mir gerade heute noch ein bisschen Sorgen gemacht, ob sich das mit der neuen, noch zu bestellenden Küche und der Lieferzeit noch ausgeht. Und ob ich eh nicht vergesse, meine jetzige Wohnung rechtzeitig zu kündigen. Jetzt kann ich erstmal froh sein, dass ich das noch nicht ganz übereifrig gemacht hab. Beides nämlich. Ich alleine wär ja wahrscheinlich noch wo untergekommen für zwei Monate. Aber ich kann mir ja schlecht dort mit meiner neuen Einbauküche eine Couch teilen.

Umzug also jetzt im Hochsommer. Mittelschön. Vor allem, weil ich emotional mit meinem jetzigen Hier schon ein bisschen abgeschlossen hab. Inzwischen hab ich zwar eingesehen, dass man doch noch manchmal abwaschen und staubsaugen und so Sachen machen muss. Spaß macht es allerdings keinen mehr.

Hält noch. Noch.

Und Nachrichten von plötzlich einstürzenden Stadtarchiven machen mir auch nicht gerade gute Laune angesichts der kleinen Risse in den Ecken. Ich hab hier die U2 im Keller!

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The Day Before Yesterday’s Party

Samstag, 3. Januar 2009 12:52

Gebt mir Federn und einen Hut!Es hat ein bisschen gedauert, bis ich aus meinem Silvesterschlaf erwacht bin. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Meine Lieben, es war eine schöne Party! Und was wär der Wiener Prater ohne Samba? Was wär das Café Urania ohne eine Hand voll Stricher, vier Stubenmädchen und siebzehn Zuhälter? Nachdem der Blog jetzt bald mal ein Jahr alt ist: Time for Partypix! [--> weiterlesen]

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Luxury, please! – IX

Montag, 22. Dezember 2008 18:44

Heiteres Geschenkeraten

Heute: Weihnachtlicher Halbmarathon. Weil 21 auf der Suche nach passenden Geschenken zurückgelegte Kilometer die Stadt zum Dorf machen.

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